Ausgangspunkt ist das in der Nähe von Isernia gelegene Örtchen
Carpinone, das auf einem von Wäldern umgebenen Hügel steil über dem Fluss Carpino thront und von der eindrucksvollen
Burg Caldora überragt wird. Auch ein Abstecher zu den nicht weit entfernten Wasserfällen des Flusses lohnt sich immer. Eine weitere schöne B>
Burg findet man in
Pescolanciano, das zu den an der Trift Castel di Sangro-Lucera liegenden Gemeinden zählt. Die um einen alten, an der Trift stehenden Kontrollturm herum entstandene Burg beherrscht von einem Felsausläufer aus die gesamte Ortschaft. Von hier aus empfiehlt sich eine Stippvisite nach
Pietrabbondante, um die dortige aus einem
Theater-Tempel bestehende archäologische Fundstätte zu besichtigen. Anschliessend geht es weiter auf der Trift bei
Civitanova del Sannio. Landschaftlich ist dieser Streckenabschnitt wegen seiner Eichenwälder, der Montagnola, dem Fluss Trigno, dem See und der mit Erdbeeren, Pilzen, weissem Trüffel und Kräuterpflanzen überfüllten karstigen Hochebene sehr interessant. Als letzte Etappe entlang der Trift wird
Duronia angesteuert. Dieser im Mittelalter unter dem Namen „Civitavetula" bekannte Ort besitzt eine hübsche mittelalterliche Altstadt. Auch die mächtigen Aufbauten der hiesigen Burg lassen trotz mehrfacher Umbauten noch die mittelalterlichen Ursprünge erkennen. Im Umfeld des imposanten Felsmassivs der
Civita sind Überreste von Befestigungen der Sanniter erhalten. Ausserdem wurden hier einige Grabfunde gemacht. Vom auf den Hängen der Civita gelegenen Urcio-Gebiet aus kann man eine grosse Naturskulptur, den so genannten „Kopf des Riesen", und ein traumhaftes Panorama geniessen. Hier verlässt man nun die Trift, um
Frosolone anzusteuern. Die auf sehr antike Ursprünge zurückzuführende Siedlung bietet ihren Besuchern eine perfekte Mixtur aus Kunst, Archäologie, Handwerk und Volkstraditionen. So laden hier überall die kleinen Werkstätten der
Messer-Meister zum Besuch ein. Am Ortseingang empfängt ein aus lokalem Stein gebauter und der Jungfrau Maria gewidmeter Monumentalbrunnen, auch „Fonte Grossa" genannt den Gast. Interessante Sehenswürdigkeiten des Orts sind ausserdem die
Kirche Santa Maria Assunta mit ihrer abwechslungsreichen Steinfassade sowie der freiherrliche Palazzo aus dem 16.-17. Jh. Ein Besuch der Ortschaft lohnt sich aber schon allein wegen der Schönheit der ringsherum emporragenden Berge. Ausserdem bildet sie einen optimalen Ausgangspunkt für Ausflüge in die nahe gelegenen Orte Valle della Contessa und
Colle dell'Orso. Aber auch für einen Stopp am wunderschönen
Kliff aus Granitgestein sollte man sich die Zeit nehmen, einem wahren Paradies für Steilwandkletterer. Im August findet auf dem Plateau des Colle dell'Orso ausserdem die Veranstaltung
Formaggi Preziosi statt, eine nationale Messe für Käsereiprodukte.