Bei der Stadt Arezzo treffen ganze vier Täler zusammen: neben der
Valtiberina das
Valdarno, das
Casentino und die
Valdichiana. Dies macht sie zum idealen Ausgangspunkt, um in die ruhige Atmosphäre dieses Gebiets einzutauchen. Arezzo, Treffpunkt verschiedener Zivilisationen und Kulturen, erreichte seine
Blütezeit im 14. Jahrhundert, als es unter die Herrschaft von Florenz geriet und war kurioserweise Geburtsort gleich mehrerer berühmter Künstler: Petrarca, Vasari, Francesco Redi und Guido d'Arezzo.
Piero della Francesca war es jedoch, der im gotischen Gotteshaus
San Francesco einige der wichtigsten Werke der Renaissance-Malerei hinterliess. Die Besichtigung der Stadt beginnt bei eben dieser Kirche auf der mitten im Zentrum gelegenen Piazza della Chiesa, in der der Freskenzyklus der
Leggenda della Croce aufbewahrt ist. Piero della Francesca erschuf es in den Jahren 1453 bis 1464, wobei er von der
Leggenda Aurea von Jacopo da Varagine inspiriert wurde. Noch heute fällt bei Betrachten des Werks der revolutionäre Umgang mit der Perspektive und die Schönheit der Farbgebung ins Auge. Anschliessend geht es weiter über den Corso Italia vorbei an der Kirche
Pieve S.Maria zur Piazza Grande. Dies ist das Herz der Stadt, hier findet Ende August die berühmte Giostra del Saracino statt, hier ist die überaus bekannte Antiquitätenmesse ansässig.