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Samstag 11. September 2010 














Die Thermen von Saturnia und die Tuffstein-Städte
Der Tuffstein ist der eigentliche Hauptdarsteller in diesem Teil der Maremma, einem Gebiet, das sich nur auf den ersten Blick als Flachland darstellt. In Wirklichkeit ist es von Hochebenen vulkanischen Ursprungs geprägt und von Tälern und Schluchten durchzogen, welche die Wasserläufe im Verlauf der Jahrhunderte in das Gestein gewaschen haben. Seit Urzeiten fanden die Menschen hier günstige Bedingungen für ihre Ansiedlungen vor, deren Spuren man in Überresten von Wohnstätten, Nekropolen und in den Tuff geschlagenen Wegen findet. Obwohl weiter östlich viele historisch bedeutsame Orte wie Sovana und Pitigliano liegen und etwas weiter im Westen der Naturpark Maremma beginnt (ein ideales Ziel für Ausflüge und wohltuende Spaziergänge), ist dennoch Saturnia das wohl bekannteste Zentrum dieser Gegend. Die Bekanntheit dieser kleinen Ortschaft ist eng an ihre heissen Thermalquellen geknüpft, die schon bei den alten Römern beliebt waren und einst als verhext galten, da das sprudelnde heisse Wasser Dampfwolken verursachte, die nach Schwefel, also dem Gestank des Teufels, rochen.

Erster Tag
Vormittag: Grosseto, Hauptstadt der Maremma.
 
Nachmittag: Das noble Scansano und die Kunstwerke von Montemerano.
 
Abend: Saturnia – antike Geschichte und regionale Köstlichkeiten.
Zweiter Tag
   
Vormittag: Saturnia und die römischen Thermen.
 
Nachmittag: Sovana, ein Juwel aus Tuffstein.
 
Abend: Pitigliano und sein Weisswein.
Dritter Tag
   
Vormittag: Schlammpackungen und Massagen in den Thermalbädern oder Besuch von Manciano und Magliano in Toscana.
 
Nachmittag: Trekking und Spaziergänge in der Naturoase des Regionalparks Maremma.
 
Abend: Rückkehr nach Grosseto, dem Lucca der Maremma.



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Die Thermen von Saturnia und die Tuffstein-Städte

Kirche San Pietro, Grosseto

Dom von Grosseto

 
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Die Thermen von Saturnia und die Tuffstein-Städte
Erster Tag

Vormittag
Abgesehen von der Altstadt innerhalb der mächtigen Stadtmauern, die in ihrer sechseckigen Form von der Familie Medici angelegt wurden, könnte man Grosseto als moderne Stadt bezeichnen. Allerdings ist die Ansiedlung erstmalig in einem Schriftstück aus dem Jahr 803 genannt und im Jahr 1138 wurde der Bischofssitz von Roselle hierher verlegt. Der Besuch der Denkmäler Grossetos beginnt am Stadttor Porta Nuova, das direkt auf den Corso Carducci führt, die Hauptverkehrsader des Zentrums. Direkt an dieser Strasse steht die kleine Kirche San Pietro, die romanischen Ursprungs ist, wie die Apsis und einige Skulpturen der Fassade bezeugen. Bemerkenswert ist auch der seltsam gedrungene, von einer kleinen Kuppel gekrönte Kirchturm. Links nach der Basilika gelangt man auf die Piazza Baccarini (wo sich das Archäologie- und Kunstmuseum der Maremma befindet) und kommt dann zur Kirche San Francesco. Dieses ursprünglich von den Benediktinern errichtete Gebäude wurde später von den Franziskanermönchen übernommen, die gotische Stilelemente hinzufügten. Die schlichte Ziegelfassade mit Giebeldach wird durch ein grosses Portal und eine Rosette geschmückt. In dem einschiffigen Kirchenraum, der mit Fresken der Sieneser Schule aus dem 14. Jh. ausgestattet ist, befindet sich ein herrliches Kruzifix, das dem jungen Duccio di Buoninsegna zugeschrieben wird. In dem schönen Kreuzgang kann man einen Travertinsteinbrunnen aus der Renaissance bewundern. Zurück auf dem Corso Carducci gelangt man an dessen Ende zum Dom, der zahlreiche bedeutende Kunstwerke beherbergt (wie beispielsweise die grosse Taufquelle und den Altar der Madonna delle Grazie, Werke des Architekten Antonio Ghini aus dem späten 15. Jh., sowie ein Matteo di Giovanni zugeschriebenes Werk). Direkt hinter der Kathedrale liegt die Piazza Dante, wo sich der Palazzo della Provincia (Anfang des 20. Jh. in neugotischem Stil errichtet) befindet. In der Mitte der Piazza steht die „Canapone"-Statue, so bezeichnet nach dem Beinamen des Grossherzogs Leopold II. in Anspielung auf seine helle Haarfarbe.
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Montemerano

Enothek, Montemerano

Scansano

 
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Erster Tag
Die Thermen von Saturnia und die Tuffstein-Städte

Nachmittag
Wir verlassen Grosseto und fahren in Richtung Scansano, die unumstrittene Hauptstadt des DOC-Weines Morellino. Auch hier gibt es natürlich wieder viele geschichtliche Zeugnisse sowie die Spuren etruskischer Ansiedlungen in der Umgegend zu entdecken. In diesem Zusammenhang sind besonders das Archäologiemuseum und das Weinmuseum zu empfehlen. Dass Scansano schon in der römischen Antike bewohnt war, ist unter anderem durch eine mit Fresken und Mosaiken geschmückte Villa aus der Zeit um 50 v. Chr. belegt. Das heutige Scansano ist reich an mittelalterlichen Bauten, die unter den verschiedenen Feudalherrschaften errichtet wurden. Bis vor ungefähr hundert Jahren fand hier im Sommer, wenn das Leben in den umliegenden Ebenen wegen der schwülen Luft unerträglich wurde, die so genannte „Estatatura" statt, d. h. man verlegte seinen Wohnsitz während der Sommermonate nach Scansano. Spuren dieser historisch reichen Vergangenheit finden sich in den zahlreichen Bauernhäusern des Umlandes wie auch in den engen Gassen der Altstadt, auch wenn die Wohnhäuser nicht immer ihrem ursprünglichen Aussehen entsprechend restauriert wurden, wie es in anderen Dörfern der Maremma der Fall war. Im historischen Stadtkern bietet sich ein Besuch der Kirche San Giovanni Battista mit ihrem Portal aus Pietra Serena-Stein an. Die im 17. Jh. restaurierte Kirche wurde im Verlauf des nachfolgenden Jahrhunderts durch Entfernung aller romanischen Elemente sowie der aus dem 14. Jh. stammenden Krypta vollständig in ihrem Erscheinungsbild verändert. Direkt hinter Scansano liegt auf einem mit Olivenbäumen bepflanzten Hügel und im Schutz einer vollständig erhaltenen Stadtmauer die Ortschaft Montemerano, die ihre Besucher vor allem wegen des noch makellos intakten mittelalterlichen Stadtbilds fasziniert. Ein wahres Schmuckstück ist hier die Kirche San Giorgio am Nordeingang des Ortes, die einige sehr bedeutende Kunstwerke enthält.
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Gratiniertes Ochsenfilet

 
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Erster Tag
Die Thermen von Saturnia und die Tuffstein-Städte

Abend
Am Abend verlassen wir Montemerano, um in Erwartung der wohltuenden thermalen Anwendungen des nächsten Tages die Nacht in Saturnia zu verbringen, und zwar zu Gast im Hotel „Terme di Saturnia". Zum Abendessen geht es aber ins Stadtzentrum. In Saturnia, dessen Ursprünge auf die etruskische und römische Zeit zurückreichen wie Marc Aurel und Caius Duilius gewidmete Säulenreste bezeugen, liegt das Restaurant „I Due Cippi", das traditionelle Gerichte in neuem Gewand anbietet, so z. B. Kastanien-Ravioli an Fenchelgemüse, Kalbsfilet an Erdbeertrauben, Wild, vegetarische Gerichte und typische lokale Käsesorten.
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Die Thermen von Saturnia und die Tuffstein-Städte

Wasserfälle des Gorello bei den Thermen von Saturnia

Thermalquelle, Thermen von Saturnia

Saturnia

 
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Die Thermen von Saturnia und die Tuffstein-Städte
Zweiter Tag

Vormittag
Der gesamte Vormittag ist dem Besuch der Thermen von Saturnia gewidmet. Diese heissen Quellen waren schon zur Zeit der römischen Antike bekannt und werden heutzutage wegen ihrer anerkannt wohltuenden Wirkung für die Haut vor allem für Schönheitskuren genutzt. Nicht weit von den Thermalbädern entfernt liegen offen zugänglich die Wasserfälle des Gorello. Hier bilden die heissen Schwefelfluten viele kleine Kaskaden in einer vor allem in Vollmondnächten einzigartigen Kulisse. Aber auch in der kalten Jahreszeit kann man hier ein Bad geniessen. Doch Saturnia hat weit mehr als nur seine Thermalquellen zu bieten: Der auf einem Travertinsteinplateau an der Mündung des Flusses Stellata in den Albenga gelegene Ort blickt auf eine jahrtausendealte Geschichte zurück, die ihre Spuren in zahlreichen Gebäuden und Monumenten hinterlassen hat. Das beste Beispiel hierfür ist vielleicht die Villa Ciacci, ein antikes sienesisches Gebäudes, in dessen Überresten heute archäologische Fundstücke ausgestellt sind. Diese gehen auf etruskische bzw. römische Zeit zurück und wurden bei Ausgrabungen im Umland Saturnias zu Tage gefördert, bei denen auch zahlreiche archaische Nekropolen und römische Bauten entdeckt wurden. Ein weiteres geschichtliches Wahrzeichen ist das Stadttor Porta Romana, das sich in die Stadtmauern einfügt, die überwiegend römischen Ursprungs sind, teilweise aber auch Überreste aus etruskischer Zeit umfassen. Interessant ist auch die Pfarrkirche in romanischem Stil, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts umgebaut wurde. Unter den wichtigsten Werken ist hier ein Bevenuto di Giovanni zugeschriebenes Gemälde zu nennen.
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Kirche Santa Maria, Sovana

Altstadt von Pitigliano

Jüdisches Viertel in Pitigliano

 
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Zweiter Tag
Die Thermen von Saturnia und die Tuffstein-Städte

Nachmittag
Nach dem erholsamen Aufenthalt in den Thermalbädern Saturnias führt die Reise nach Sovana, einer kleinen architektonischen Perle im Land des Tuffsteins und einem der wichtigsten Zentren der Etrusker zwischen dem 3. und 2. Jh. v. Chr. Die winzige Ortschaft, deren zweistöckige Häuser oft auf antiken Mauern errichtet wurden, wird an ihren Zugängen auf der einen Seite vom Dom und auf der anderen Seite von der Rocca Aldobrandesca begrenzt. Besonders pittoresk ist die Piazza del Pretorio, an welche die ältesten Bauten Sovanas angrenzen: der Palazzetto dell'Archivio, dessen Uhr von einem antiken Gewichte-System betrieben wird, die Loggia del Capitano, die Mauern der jahrhundertealten Kirche San Mamiliano sowie die wunderschöne Kirche Santa Maria aus dem 12. und 13. Jh. , in deren Innern man ein Ziborium aus dem 8. Jh. bewundern kann, eines der wenigen in der Toskana befindlichen Kunstwerke aus vorromanischer Zeit. Neben dem Kirchengebäude erheben sich der mit Wappen geschmückte Palazzo Pretorio aus romanischer Zeit, der heute das Dokumentationszentrum des Territoriums Sovana beherbergt, sowie das Etrusker- und Archäologiemuseum. Von Sovana geht es schliesslich weiter nach Pitigliano. Beide Orte liegen an der berühmten Weinstrasse der Maremma und sind durch ein Netz von in den Tuffstein gehauenen Wegen (die so genannten Vie Cave ) miteinander verbunden. Pitigliano (das im 14. Jh. wegen der beachtlichen Anzahl seiner jüdischen Einwohner den Beinamen „das kleine Jerusalem" erhielt) bezaubert den Besucher mit seiner mysteriösen Atmosphäre und den Denkmälern und Spuren seiner jahrtausendealten Geschichte. Hoch auf einem steilen Tuff-Felsen gelegen, erhebt sich die Altstadt festungsgleich über die umliegenden Hügel. Die Schönheit und Faszination des Ortes entschädigen schnell für die Anreise über die in zahlreichen Windungen verlaufende Strasse, welche die Stadt mit der Küste verbindet. Dem Besucher bietet sich das einmalige Schauspiel eng aneinander gereihten Häuser, die direkt am steilen Abgrund aus dem Felsen herauszuwachsen scheinen – ein wirklich atemberaubender Anblick.
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Altstadt von Pitigliano bei Sonnenuntergang

 
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Zweiter Tag
Die Thermen von Saturnia und die Tuffstein-Städte

Abend
Am Abend erholen wir uns in Pitigliano im Schatten der Fortezza Orsini, um in der kleinen in den Tuffstein gehauenen Trattoria „Tufo Allegro" ein köstliches Abendessen zu geniessen. Auf dem Menü stehen regionale Gerichte, die selbstverständlich von dem hier angebauten DOC-Wein, dem Bianco di Pitigliano begleitet werden. In diesem Zusammenhang sei auf eine Besonderheit der Weinherstellung in Pitigliano hingewiesen: die Winzer von Pitigliano bewahren ihren Wein in jahrhundertealten Grotten auf, die in den Tuffsteingrund des Ortes geschlagen wurden.
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Die Thermen von Saturnia und die Tuffstein-Städte

Nekropole von Poggio Buco, Manciano

Altstadt von Manciano

Stadtmauer

 
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Die Thermen von Saturnia und die Tuffstein-Städte
Dritter Tag

Vormittag
Am letzten Tag der Reise kann man entweder noch einen Vormittag in den Thermen von Saturnia verbringen oder die Zeit zum Besuch zweier weiterer malerischer Ortschaften nutzen. Im ersteren Fall kann man heute weitere Anwendungen geniessen, die von Aqua-Fitness in den Thermalschwimmbädern bis zu Schlammpackungen, Massagen, Hydrotherapie und Stressbehandlungen reichen. Will man dagegen lieber weitere historisch und künstlerisch bedeutende Orte besichtigen, geht es von Pitigliano in Richtung Manciano weiter. Die Strasse führt vorbei an den Überresten der Nekropole von Poggio Buco. Auch hier wurden zahlreiche bemerkenswerte Funde zu Tage gefördert, welche die Geschichte dieser Region belegen und vervollständigen. Hoch auf einem Hügel gelegen und von mächtigen Mauern geschützt, blickt der Ort Manciano auf die weite Landschaft herab. Von der Rocca Aldobrandesca aus bietet sich ein traumhafter Panoramablick auf die Maremma. Das Dorf selbst besticht durch seine verwinkelten, malerischen Gässchen innerhalb der Stadtmauern, deren kreisförmiger Verlauf teilweise noch erkennbar ist, auch wenn viele Häuser saniert wurden und wenig Rückschlüsse auf das ursprüngliche mittelalterliche Erscheinungsbild zulassen. Sehenswert ist in jedem Fall auch die Rocca Senese aus dem Jahr 1424. In dem rechteckigen Festungsgebäude mit dem imposanten Turm ist heute die Stadtverwaltung untergebracht. Daneben befindet sich das Museum für Ur- und Frühgeschichte des Fiora-Tals. Von Manciano aus geht es weiter in Richtung der tyrrhenischen Küste bis nach Magliano in Toscana mit seinen mächtigen Stadtmauern, von denen aus man das Meer sieht. Direkt hinter dem Stadttor Porta San Martino steht die gleichnamige romanische Kirche. Sie ist mit Fresken aus dem 15. Jh. geschmückt und beherbergt ausserdem eine 1625 gegossene Glocke, die sich während eines Bombenangriffs im Jahr 1944 löste. Nicht weit entfernt erhebt sich der Palazzo dei Priori e del Capitano (errichtet im Jahr 1425), dessen Fassade die verschiedenen Wappen seiner illustren Bewohner schmücken. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören auch die romanische Kirche San Giovanni Battista mit ihrer nüchternen Renaissance-Fassade und die Kirche Santissima Annunziata, die sich knapp ausserhalb des Mauerrings befindet.
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Naturpark Maremma

Monti dell'Uccellina, im Naturpark Maremma

Grotte im Naturpark dell'Uccellina

 
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Dritter Tag
Die Thermen von Saturnia und die Tuffstein-Städte

Nachmittag
Magliano in Toscana liegt in unmittelbarer Nähe des Regionalparks Maremma, einem der ersten Landstriche in Italien, der von den Behörden unter Naturschutz gestellt wurde. Der Park erstreckt sich über 20 Kilometer entlang der südlichen Maremma-Küste von Principina a Mare bis nach Talamone. Der im Jahr 1975 gegründete und auch als Parco dell'Uccellina bekannte Park umfasst eine zum Grossteil bewachsene Fläche von gut 9.800 Hektar Land. Fast könnte man sagen, dass dieser Park mit der Maremma gleichzusetzen ist, denn er gewährleistet den Schutz und Erhalt der wilden, unberührten Schönheit dieser Landschaft, die seit jeher diese Region prägte. Innerhalb des Parks gibt es Zuchtbetriebe für maremmanische Pferde- und Rinderrassen, die wild gehalten und von den „Cowboys der Maremma", den so genannten Butteri gehütet werden. Das weitläufige Parkgelände lässt sich in zwei Landstriche unterteilen: Nördlich des Ombrone liegen das Sumpfgebiet Palude della Trappola und der grossherzogliche Pinienwald, während sich südlich davon der Bergrücken der Monti dell'Uccellina erstreckt, mit dem 417 m hohen Poggio dei Lecci als höchstem Gipfel. Der nördliche, sumpfige Teil ist ein Abbild der Maremma in antiken Zeiten.
Die beste Jahreszeit für einen Besuch der Sümpfe, die sich durch ihre Seeflora (Schilfgras, Binsen und Zistrose) auszeichnen, ist der Herbst, wenn zahlreiche Zugvögel die mit Regenwasser gefüllten Teiche bevölkern. Sehr malerisch und eindrucksvoll ist auch der letzte Abschnitt des Flusses Ombrone, wo man die wild gehaltenen, grossen und kräftigen Maremma-Pferde und die maremmanischen Rinder mit ihren langen Hörnern beobachten kann. Zwischen dem Gebiet der Flussmündung und der Punta di Colle erstreckt sich der Pinienwald von Alberese, ein als Saline genutztes sienesisches Lehnsgut, das 1844 von der Familie Lorena auf dem urbar gemachten Gebiet angelegt wurde. Diese Naturoase ist ideal für alle Sportarten unter freiem Himmel, seien es Mountain Bike-Ausfahrten, Trekking-Touren, Ausritte zu Pferd oder ganz einfache Spaziergänge. Der Park bietet Wander- und Radbegeisterten eine Vielzahl von Möglichkeiten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und Höhenunterschieden, je nach den persönlichen Vorlieben und Fähigkeiten.
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Piazza Dante, Grosseto

 
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Dritter Tag
Die Thermen von Saturnia und die Tuffstein-Städte

Abend
Am letzten Abend geht es nach Grosseto zurück, um vor der Heimreise noch eine Erholungspause einzulegen. Die Übernachtung mit einem guten Abendessen in einem einzigartigen Ambiente verbinden kann man im in der Nähe des Bahnhofs gelegenen Hotel „Lorena", das seine Gäste mit lokalen Spezialitäten und Fischgerichten und natürlich mit den hervorragenden Weinen der Toskana verwöhnt.


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