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Donnerstag 9. September 2010 















Umbrien, Land der Heiligen und Krieger
Land voller Sanftheit und Licht, von Hügeln gewellten Weiten und Wasserläufen, die sich durch die grünen Täler schlängeln. Das ist die Landschaft, die Umbrien dem Besucher bietet. Eine Landschaft, die so schön ist, dass sie gefälscht erscheint, eine "Gemäldelandschaft", wie sie jemand richtigerweise bezeichnet hat. Eine perfekte spiritualistische Szenerie hat diese Erde durch Jahrhunderte hindurch gezeichnet, so dass sie die Region mit den meisten Heiligen wurde: St. Franziskus und St. Klara, St. Rita da Cascia, Benedetto und Scolastica da Norcia. Mit den landschaftlichen Schönheiten verbindet sich die Harmonie der Stile und der Epochen, die zusammenlaufen und sich verschmelzen. Die Täler werden von Ortschaften und Städten beherrscht, die auf den Abhängen der Hügel erbaut, in der Sanftheit der Landschaft eingebettet sind. Die bukolische Idylle verschwindet jedoch wenn man in eine dieser Ortschaften kommt, in denen die mittelalterliche Atmosphäre intakt geblieben ist. Die Anmut der Umgebung steht im Widerspruch zum Stolz der Paläste, in denen die Macht regierte, der steilen Gassen, der strengen Gebäude, in denen man ein anderes Gesicht dieser Region erkennt, das einer Stätte, in der die skrupellosesten Kondottieri der Renaissance geboren wurden, wie Braccio da Montone, Niccolò Piccinino, Malatesta Baglioni, Erasmo Gattamelata, alles Protagonisten leidenschaftlicher und grausamer Kämpfe.

Erster Tag
Auf Entdeckung des antiken "Asisium": die historische Vergangenheit der Stadt des Hl. Franziskus und der Hl. Klara.
 
Mittelalterliches Assisi: von zivilen Machtzentren zu mystischen Franziskanerstätten.
 
Abendessen in der Altstadt von Assisi: mittelalterliche Atmosphäre und typische Küche
Zweiter Tag
   
Wanderung auf dem Monte Subasio
 
Besuch in Spello - zwischen augusteischen Resten und Schätzen des Pinturicchio
 
Abendessen in einer antiken Mühle von Spello
Dritter Tag
   
In Bevagna ein Sprung in die antiken Zeiten der Stadtstaaten.
 
Montefalco, der "Aussichtsbalkon Umbriens"
 
Abendessen in Montefalco in einer eleganten, historischen Residenz



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Umbrien, Land der Heiligen und Krieger

Ansicht von Assisi

Minerva-Tempel



 
Anfang
 
 
Umbrien, Land der Heiligen und Krieger
Erster Tag

Vormittag
Wenn Assisi in der Welt als herrliche, mittelalterliche Stadt gepriesen wird, dann sind auch die Reste des antiken römischen Municipiums nicht weniger interessant, dieses Asisium, das dem Massentourismus sehr viel weniger bekannt ist. Heimat des Dichters Properz, gewachsen zu Beginn des I. Jahrhunders v.Chr. auf vorher bestehenden etruskischen Siedlungen, entsteht Assisi zwischen zwei bedeutenden römischen Strassen, die Amerina und die Flaminia. Wie andere umbrische Städte wurde es dann mit Rom zusammengeschlossen und im Jahr 89 v.Chr. auf Grund der "lex Julia de civitate" formell römisches Municipium. Als Zeuge dieser Vergangenheit sind uns die Reste der zahlreichen Monumente geblieben, die einzigen, die wie ein Wunder während des Erdbebens am 26. September 1997 unversehrt blieben. Das bedeutendste architektonische Werk befindet sich auf der Piazza del Comune: es handelt sich um den Minervatempel aus dem I. Jahrhundert v.Chr., der zu christlichen Zeiten der Jungfrau geweiht wurde und dessen Originalfassade mit den kannelierten, korinthischen Säulen erhalten blieb. Auf dem Platz darunter, unter der heutigen Fahrbahn, befand sich das Forum, Zivil- und Handelszentrum der Gemeinde, von dem noch die Originalpflasterung zu sehen ist und Fundstücke von ihm im Stadtmusem des Forum Romanum verwahrt werden. Andere Reste findet man ausser auf der heutigen Piazza Matteotti, wenn man von der via Villamena weitergeht bis zu der aus dem 14. Jahrhundert stammenden Porta Perlici. Hier verbirgt eine Häuserreihe die in einer Bodensenkung entdeckten Reste eines römischen Amphitheaters aus dem I. Jahrhundert n.Chr. Umkehrend in Richtung Altstadt begegnet man der Kathedrale San Rufino in romanischem Stil. Vom linken Seitenschiff aus hat man Zugang zu einer antiken römischen Zisterne, von der nur wenig bekannt ist.
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Kirche San Rufino

Basilika San Francesco

Basilika Santa Chiara



 
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Erster Tag
Umbrien, Land der Heiligen und Krieger

Nachmittag
Ein erster Blick auf die Paläste, die Kirchen und es enthüllt sich das wirkliche Gesicht von Assisi, das einer stolzen, mittelalterlichen Gemeinde. Beginnen wir die Besichtigung auf der Piazza del Comune, dem "weltlichen" Platz der Stadt, Sitz der zivilen Autorität. Hier befindet sich der Palazzo del Capitano del Popolo aus dem 13. Jahrhundert mit der Torre civica. Der Palast, mit dessen Bau im XIII. Jahrhundert begonnen wurde, war zu den Zeiten des Stadtstaates Wohnsitz des Verantwortlichen für die öffentliche Ordnung, während der Turm, im Jahr 1305 zum Abschluss gekommen, Symbol für Freiheit und Unabhängigkeit von Assisi war. Ihm gegenüber befindet sich der Palazzo dei Priori, der im XIII. Jahrhundert entstand. Von hier aus steuert man auf die Kathedrale San Rufino zu, die nach dem Willen der Bevölkerung von Assisi, welche eine neue Kathedrale begehrte, zwischen 1140 und 1253 erbaut wurde. Auf der rechten Seite ausserhalb der Kirche befindet sich eine Gedenktafel zur Erinnerung an die Stelle, an der das Haus der Hl. Klara stand. Von der Piazza auf Via dei Perlici gehend, erreicht man das gleichnamige Tor; hier links abbiegend, an den Mauern des Trecentos entlang, gelangt man zur Rocca Maggiore, von der aus man einen grandiosen Ausblick auf das Tal und die Stadt hat, während man rechts abbiegend hingegen zur Rocca Minore gelangt. Begeben wir uns nun fast ans Ende der Ortschaft, um die Huldigung von Assisi an seinen berühmtesten Bürger zu besichtigen: die Basilika San Francesco. Von Papst Gregor IX. nur zwei Jahre nach dem Tod des Heiligen gewollt und 1367 fertig gestellt, wurde sie auf einer Stätte erbaut, die "Colle dell'inferno" (Höllenhügel) genannt wurde, weil dort die Todesurteile gegen Verbrecher vollstreckt wurden. Seitdem ist der Name jedoch in "Colle del Paradiso" (Paradieshügel) geändert worden, da er durch die jahrhundertelange Aufbewahrung der sterblichen Reste von San Francesco zum Heiligtum wurde. Im Inneren einige der grössten Werke der mittelalterlichen Malkunst: von den berühmten Fresken Giottos über das 'Leben von San Francesco' zu den Meisterwerken von Cimabue, die vom Erdbeben 1997 so sehr beschädigt wurden, dass man befürchtete sie wären irreparabel. Jedoch dank einer sorgfältigen Restaurierung, die aufgrund des Ehrgeizes, mit dem dieses Projekt angegangen wurde, den Namen "Cantiere dell'Utopia" (Utopie-Baustelle) erhielt, sind die Werke in Rekordzeit wieder instand gesetzt worden. Letzte Station der Besichtigung der Stätten, welche die Symbole von Assisi sind, ist die Basilika Santa Chiara. Symbolisch, in Luftlinie fast gegenüber der Basilika San Francesco, wurde sie auf der entgegengesetzten Seite der Ortschaft erbaut und ist das andere Meisterstück an Baukunst von Assisi. In diesem Fall ist es das Äussere, das den Besucher verzaubert: die Fassade aus dem rosafarbenen Stein des Monte Subasio, mit der Fensterrose und den Strebebögen, ist von seltener Eleganz.
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Restaurant Buca di San Francesco

 
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Erster Tag
Umbrien, Land der Heiligen und Krieger

Abend
In der Altstadt von Assisi kann man im Restaurant Buca di San Francesco zu Abend essen. Die charakteristischen Räumlichkeiten spiegeln die typisch mittelalterliche Atmosphäre der Stadt wider. Die umbrische Küche, schmackhaft und fein, wird von zahlreichen Spezialitäten des Hauses bereichert: Bruschetta-Fantasie, Spaghetti à la buca, Sfogliatelle mit Steinpilzen, Cannelloni à la Maddalena, Carlaccaia, Rubesco-Filet, Buongustaia, Ascé francescano, Huhn à la chef, Trüffel-Filet. Die Weine zu den Gerichten werden vom Sommelier, gleichzeitig Besitzer des Restaurants, ausgewählt.
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Umbrien, Land der Heiligen und Krieger

Monte Subasio

Collepino

Heiligtum der Madonna della Spella

 
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Umbrien, Land der Heiligen und Krieger
Zweiter Tag

Vormittag
Der Subasiopark besteht aus einem Gebirgssystem, gleichnamig mit dem Berg Subasio, der mit seiner Höhe von 1290 Metern die Valle Umbra beherrscht. Der Subasio ist der "Monte de Assisio", weil Assisi und sein Berg in einer Art von Symbiose leben, die sich seit der Antike forterbt. In der Tat liegt die gesamte Altstadt von Assisi in diesem Park. Ein vortrefflicher Ausgangspunkt für eine Wanderung auf dem Berg ist das Schloss von Collepino (600 m) auf den östlichen Abhängen, dass nur mit eigenen Mitteln zu erreichen ist. Etwas ausserhalb des Ortes kommt man auf eine Strasse, die bergaufwärts führt. In Richtung eines von Ginster umgebenen Weges gehend, kommt man an eine Lichtung. Entlang der Strecke, anderthalb Kilometer von Collepino, stösst man auf das Heiligtum der Madonna della Spella (978 m). Die Kapelle geht auf das Jahr 1080 zurück, wie die Inschrift auf einem Ziegelstein nahe des Eingangs bezeugt. Von hier aus hat man Ausblick auf die Sibillini-Berge bis zum Terminillo und sogar bis zum Gran Sasso. Über Wiesen geht es dann weiter bergabwärts und gelangt auf die Panoramastrasse. Nach 30 Metern verlässt man die Strasse und in einen Buchenwald eindringen, hat man die Abtei San Silvestro vor sich. Das Kloster wurde kurz nach dem Jahr eintausend von Kamaldulensermönchen (Benediktinerorden aus dem VIII. Jahrhundert) gegründet. Es wird angenommen, dass San Francesco und St.Chiara sich in dieser geweihten Stätte aufgehalten haben. Die Überreste des Turms und der Aussenmauern lassen die antike Stattlichkeit der Klosterausmasse erahnen. Für wenige Meter führt der Weg weiter auf einer unasphaltierten Strasse und kurz vor der S. Silvestro-Quelle biegt man nach links auf einen Waldpfad ab. Nach verschiedenen Abbiegungen gelangt man auf die asphaltierte Strasse des Hinweges; über diese Strasse gehend und sich rechts haltend, kommt man nach Collepino zurück. Der Ort, einst als Colle lupino (Wolfshügel) bekannt, wird von einem malerischen, mittelalterlichen Schloss beherrscht, strategischer Punkt der Stadt Foligno und der Valle Umbra bis nach Trevi und Montefalco. Die Wanderstrecke ist fast sechs Kilometer lang und man benötigt ungefähr 80 Minuten.
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Ansicht von Spello

Porta Venere

Gasse in Spello

 
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Zweiter Tag
Umbrien, Land der Heiligen und Krieger

Nachmittag
Auf den äussersten Südausläufern des Berges Subasio stehend und vollständig aus rosarotem Kalkgestein des gleichen Berges erbaut, ist Spello un Juwel der Valle Umbra. Es rühmt sich seines uralten umbrischen Ursprungs, wurde aber später römisches Municipium mit dem Namen Hispellum. Kaiser Augustus verlieh ihm den Titel "Splendissima Colonia Julia" und wies ihm den Besitz des Ortes Civitella d'Arno und einige Quellausläufer der Clitunno-Quellen zu. Später erhielt es von Kaiser Konstantin das Privileg die religiösen Spiele und Veranstaltungen zu organisieren, die bis dahin in Fanum Voltumnae stattfanden, dem heiligen Ort der etruskischen Dodecapoli, und nannte es Flavia Constans. Während des Mittelalters wurde es umkämpft von Spoleto und Perugia, Papst- und Kaisertum, Guelfen und Gibellinen und 1238 von Friedrich II. zerstört. Das Heer von Albonorz, päpstlicher Gesandte beauftragt mit der Zurückgewinnung aller Kirchengebiete, unter ihnen das Herzogtum von Spoleto, beendete die Streitigkeiten. Danach ging Spello auf die Familie Baglioni über, die es auch bei abwechselnden Begebenheiten von anderen Signorien (Gian Galeazzo Visconti, Braccio da Montone, Guido Antonio da Montefelto) bis 1583 beherrschte. Sowohl unter wirtschaftlichem als auch künstlerischem Gesichtspunkt war dies die wichtigste Epoche der Stadt, in der sie sich um Meisterwerke der Renaissance, wie die bedeutenden Werke des Pinturicchio, unter ihnen die Kapelle Baglioni, bereicherte. Der Besuch in Spello beginnt an seiner tiefsten Stelle, umgeben von den gut erhaltenen Römischen Mauern mit der Porta Urbica und der grandiosen Porta Consolare aus dem I. Jahrhundert v.Chr. Diese weist einen Zentralbogen und zwei kleine Seitenbögen auf, sowie einen mittelalterlichen Turm an ihrer Seite. Die drei Statuen auf der Vorderseite, im archäologischen Gelände des Amphitheaters gefunden, wurden im XVI. Jahrhundert angebracht. Von hier aus geht es hinauf durch die "Terzieri", das heisst durch die drei Stadtteile: Porta Chiusa, ein bewohntes Viertel, Mezota, das zivile Machtzentrum und Posterula, mittelalterliche Zitadelle. Fast sofort danach, auf der via dei Consolari, stösst man auf die Kapelle Tega aus dem XIV. Jahrhundert, die ursprünglich der Hl. Anna gewidmet war. Sie verwahrt Fresken von 1461, die aus der Jugendzeit von Nicolò di Liberatore (Schüler) stammen. Die Fresken "S. Anna" und "Vergine in trono" wurden auch Mezzatris zugeschrieben. Ein paar Schritte weiter, rechts von der nach Matteotti benannten Strassenverbreiterung, befindet sich in der Via Cavour die Kirche S. Maria Maggiore, erbaut auf den Ruinen eines den Göttern Juno und Vesta geweihten Tempels. Das ursprüngliche Bauwerk aus dem Jahr 1025 gehörte den Kamaldulensermönchen der Abtei S. Silvestro von Collepino. In romanischem Stil 1285 wieder aufgebaut, wurde sie 1644 ausgebaut, indem der vorherige Bogengang abgerissen und die Fasse 7 Meter weiter nach vorne verlegt wurde; die Verzierung mit Akanthusblättern des romanischen Portals wurden jedoch bewahrt. Der Innenraum hat die Struktur eines lateinischen Kreuzes, ein Kreuzgewölbe und ist mit reichen Altären aus dem XVIII. Jahrhundert ausgestattet. Auf der linken Seite befindet sich die Kapelle Baglioni, die im fünfzehnten Jahrhundert vom zukünftigen Bischof von Perugia Troilo Baglioni in Auftrag gegeben wurde. Ebenfalls auf der Piazza Matteotti befindet sich rechts die St.- Andreas-Kirche, die im Jahr 1258 von einem der ersten Jünger St. Francescos, Andrea Caccioli, gebaut wurde. Über die via Cavour weitergehend erreicht man Piazza delle Repubblica mit dem im Jahr 1270 erbauten Palazzo Comunale Vecchio. Er bewahrt den spitzbogigen Laubengang, später mit einem Gewölbe bedeckt, und auf dem ersten Stock drei zweibogige romanische Fenster. Eine Aussentreppe, die zum oberen Saal führte, wurde abgerissen. Der Palast beherbergt die städtische Archäologiesammlung mit Grabstelen, Skulpturen und Inschriften, sowie die städtische Pinakothek, die unter anderem die Werke des Spagna (1522) "Incoronazione di Maria tra angeli, S. Francesco e santi" und "S. Caterina und S. Cecilia, ein Polyptychon und ein Triptychon von Giovanni di Corraduccio, ein Gemälde von Ascensidonio Spacca und Tafeln von umbrischen Künstlern aus dem XIV. und XV. Jahrhundert aufhebt. Die Kirche überschritten schlägt man via Giulia ein, die den römischen Mauerring entlangführt, und man kommt am Arco di Augusto vorbei. Von ihm sind nur die Seitenpfeiler mit dem Bogenansatz übrig geblieben. Die Via Giulia endet vor der Kirche und Kloster S. Maria di Vallegloria, Kloster der Klarissinnen aus dem Jahr 1320, dessen Namen vom antiken, heute noch bestehenden Konvent in einem Tal des Berges Subasio in Richtung Collepino, herrührt. Die Fassade zeigt in gotischen Formen die klassische gotische Struktur und ein überragendes Portal mit zentraler Rosette. Hier beginnt der Abstieg zum Belvedere, von dem aus man eine wunderschöne Aussicht auf die Valle del Topino und die Hügel hat, die sich zwischen Assisi und Montefalco erheben. Zum Schluss geht man zum zweiten römischen Monumentaltor hinab, der Porta Venere, die ihren Namen aufgrund ihrer Lage in Richtung eines Venustempels erhielt, der, so nimmt man an, sich in der Nähe der Villa Fidelia befand.
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Zweiter Tag
Umbrien, Land der Heiligen und Krieger

Abend
Eine ausgezeichnete einheimische Küche, vom Chef mit Fantasie zubereitet und serviert mit hervorragenden, ausgewählten Weinen. All das bietet das Restaurant "Il Molino", typische Struktur aus dem 13. Jahrhundert, die einstmals eine Ölmühle war, und in der man noch heute die antiken Mauern bewundern kann.
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Umbrien, Land der Heiligen und Krieger

Bevagna, Stadtmauer

Piazza Silvestri

Bevagna, Gasse

 
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Umbrien, Land der Heiligen und Krieger
Dritter Tag

Vormittag
Umbrien ist wie eine Theaterbühne: viele Gesichter und viele Sprechweisen. Dieser Reichtum ist Ausdruck von unzählbaren Gemeinderäten: kleine Ortschaften mit Regierungen für jedes Umland. Es ist kein Zufall, wenn es oft als "Region der hundert Städte" bezeichnet wird. Bevagana beweist dies voll und ganz. Dieses antike umbrische Zentrum wurde im Jahr 89 v.Chr. unter dem Namen Mevania römisches Municipium und ist durch den westlichen Zweig der via Flaminia und den Teverone, der mit dem Topino und mit dem Chiascio zusammenfliessend am Tiber ankommt, mit Rom verbunden. Von Friedrich Barbarossa 1154 in Brand gesteckt, wurde es 1187 freie Gemeinde. 1371 fiel es unter die Signoria der Trinci von Foligno bis zu deren Aussterben. Wiederum unter die Kirche fallend, erlebte es eine kurze Herrschaftsperiode der Baglioni aus Perugia (1530-34 und 1552-67). Herz und Stolz der Stadt ist die Piazza Silvestri von wirklich unvergesslicher Schönheit. Dieser Platz, von unregelmässiger, asymmetrischer Form und mit Steinplatten gepflastert, wird von Baudenkmälern umsäumt, die in einem malerischen Spiel von volumetrischen Verhältnissen erbaut wurden. Auf einer Seite befindet sich die Kirche San Michele (XII.-XIII. Jahrhundert) mit ihrer von einem schönen Portal verzierten Fassade und ihrer horizontalen Krone, die sich mit dem Turm vereinigt. Ihr gegenüber, jenseits eines im vergangenen Jahrhundert gebauten Brunnens romanischer Struktur, steht die kleinere Kirche San Silvestro, Juwel romanischer Architektur, errichtet im Jahr 1195, deren Portalbogen mit wertvollen klassizistischen Reliefen versehen ist. Links verbindet ein grosser Bogen die Kirche mit dem Palazzo dei Consoli (XIII. Jahrhundert) mit seiner breiten Aussentreppe und der ebenerdigen Loggia; mit kompakter Stattlichkeit stösst er auf den Platz vor und bildet mit seiner gelassenen Beschaffenheit ein dynamisches Element. Zur Beendigung des Besuches in Bevagna schlägt man nun Corso Matteotti ein, nimmt dann rechts die Via degli Orti und weiter links die via di porta Guelfa. So erreicht man ein anderes der Wunderwerke von Bevagna, die Reste der antiken romanischen Thermen, berühmt vor allem für ihre Mosaikfussböden.
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Palazzo Comunale von Montefalco

Montefalco, Fresko von Benazzo Gozzoli



 
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Dritter Tag
Umbrien, Land der Heiligen und Krieger

Nachmittag
Den Beinamen "Ringhiera dell'Umbria" (Aussichtsbalkon Umbriens) verdankt es der Lage auf einer Hügelkuppe, von der aus man Ausblick auf die gesamte Valle Umbra hat. Produktionsstätte von renommierten D.O.C.-Weinen, dem Rosso Montefalco, Sagrantino und dem Sagrantino passito, ist Montefalco auch eine prächtige Kunststadt, Wiege der Umbrischen Malschule. Architekten wie Lorenzo Maitani und Maler wie Alunno, Francesco Melenzio, Jacopo Vincioli, der Perugino und Benozzo Gozzoli sind hierhin gekommen. Künstler, die aus Montefalco eine Pinakothek feiner Kunst machten. Der Besuch in der Stadt kann bei der Porta di S. Agostino beginnen, das Haupttor von vier Toren der Stadtmauer. Dieser Teil wurde im Jahr 1328 vom Rektor des Herzogtums von Spoleto, Jean D'Amiel, wieder aufbauen gelassen. Auf der linken Seite des Turms, der über dem Tor steht, führen die Mauern weiter bis zur Torre d´Angelo, genannt Torre del Verziere. Unter dem Torgewölbe befindet sich ein Fresko einer Maestà aus dem XIV. Jahrhundert. Den Corso Mameli nehmend, der geradeaus auf den höchsten Punkt der Stadt führt, befindet links die Kirche und ehemaliges Kloster S. Agostino, erbaut zwischen 1279 und 1285 auf den Fundamenten einer früheren Kirche, die dem Hl. Johannes dem Täufer geweiht war. Der Corso Mameli führt dann weiter zur im Zentrum der Ortschaft, die gleichzeitig der höchste Punkt der Stadt ist, und auf der die von den vier Toren kommenden Hauptstrassen zusammenlaufen. Sie ist von Palästen der Adelsfamilien umsäumt und wird vom Palazzo Comunale, im XII. Jahrhundert Residenz der Grafen von Coccorone, beherrscht. Im Jahr 1270 wurde das Gebäude wieder aufgebaut, später umgebaut und mehrmals ausgebaut. Von dem Bauwerk aus dem 13. Jahrhundert ist nur ein zweibogiges Fenster auf der rechten Seite übrig geblieben. Im XV. Jahrhundert kam der Laubengang hinzu, während der Turm, von dem aus man einen herrlichen Ausblick hat, und das Tympanon mit Uhr aus dem XIX. Jahrhundert sind. Im antiken Ratssaal, heute Lesesaal der Bibliothek, befindet sich ein Fresko der Madonna in Maestà, das dem Maler Giovanni di Corraduccio aus Foligno (XV. Jahrhundert) zugeschrieben wird, während der kleinere Ratssaal in neugotischen Stil verziert ist. Von der Piazza aus kann man auf die via Ringhiera dell'Umbria heruntergehen, wo sich das Stadtmuseum befindet, das in der ehemaligen Kirche S. Francesco eingerichtet wurde. Man kehrt wieder auf die Piazza zurück und geht auf den Corso Mameli und von dort aus auf die Via Tempestivi, die zur Kirche San Bartolomeo führt. Von dem ursprünglichen romanischen Bauwerk ist nur der äussere apsidiale Teil mit einem einbogigen Fenster mit Lünette, verziert mit Reblingen und anderen mittelalterlichen Motiven, übrig geblieben; an der sich in der Nähe befindenden Wand ist ein kleines, charakteristisches, zweibogiges Fenster angebracht. Seitlich dieser Kirche befindet sich die Porta Federico II., durch die man zur Kirche Santa Chiara di Montefalco kommt.
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Restaurant Villa Pambuffetti

 
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Dritter Tag
Umbrien, Land der Heiligen und Krieger

Abend
Das Restaurant Villa Pambuffetti, im Inneren der gleichnamigen historischen Residenz, bietet feine Küche, sowie elegante und gleichzeitig gemütliche Umgebung. Die Spezialitäten, bereichert mit dem Geschmack des kaltgepressten Olivenöls, das vom Familienunternehmen selbst hergestellt wird, werden mit stets frischen, naturreinen, einheimischen Zutaten zubereitet.


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