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Freitag 24. Mai 2013 















Trekking in Garfagnana
Reichtum an Geschichte, Traditionen und noch unverfälschten Lebensräumen machen die Garfagnana zu einem Wanderparadies. Hier, in engem Kontakt mit der Natur, ist Trekkingder Sport schlechthin. Eine Wanderung ist die beste Art, um die Umgebung und die Landschaft dieses Tals zu geniessen, vor allem im Herbst, wenn die Farben golden leuchten und der Wald seine Produkte, in erster Linie die Pilze, in grossen Mengen zum Sammeln anbietet. Es ist ein Tal mit einzigartigen Charakteristiken dank den landschaftlichen Verschiedenheiten der zwei Bergketten, von denen es eingefasst ist: den apuanischen Alpen und dem toskanisch-emilianischen Apennin. Ein dichtes Netz von gekennzeichneten Wegen erstreckt sich über die beiden Bergketten und ermöglicht verschieden lange Wanderungen von unterschiedlicher Schwierigkeit. Ein grosser Teil der Routen verläuft auf der Höhe und bietet keine Sicht- und Wartungsprobleme; einige Stellen werden jedoch schneller von der Vegetation zugedeckt. In diesen Fällen muss man besonders auf die Wegweiser und Verzweigungen aufpassen. Bei Unsicherheit ist es ratsam, auf dem selben Weg umzukehren und die Kennzeichen zu prüfen. Es ist auf jeden Fall nützlich, geeignete Landkartenmitzunehmen, die man im Touristeninformationsbüro von Castelnuovo Garfagnana (Tel. 0583 65169, Fax 0583 648435) bekommt.
Wie soll man sich kleiden und was soll man mitnehmen? Vor allem geeignete Schuhe: sie sollten fest und wasserdicht sein und die Transpiration ermöglichen. Lange, genügend weite Hosen, die Bewegungsfreiheit gewähren und gegen Dornen schützen. Hemd, Pullover, Windjacke, Handschuhe und Mütze vervollständigen die Kleidung der Jahreszeit entsprechend. Es lohnt sich, einen Regenschutz mitzunehmen, der auch den Rucksack bedeckt und bis an die Knie reicht. Zur Ausrüstung gehören natürlich ein möglichst bequemer Rucksack, eine Feldflasche, ein kleines Messer und eine Taschenlampe. Es ist von Vorteil, auch ein kleines Erste Hilfe-Set einzupacken: Desinfektionsmittel, Heftpflaster, Verbände, elastische Binden und Giftabsauger.
Welches Klima ist zu erwarten? Eher feucht und manchmal regnerisch. Dennoch ist die Temperatur nicht sehr niedrig, da der Apennin vor den kalten Nordwinden schützt.

Erster Tag
Kapelle M. Piglionico (1100 m)- Pania Secca (1711 m) - Rossi-Hütte (1600 m)
 
Pania della Croce (1859 m) - Borra Canala/Kreuzung der Sentinelle (1010 m) - Kapelle M.Piglionico
 
Nachtessen auf der Alpe di S. Antonio
Zweiter Tag
   
Rundwanderung von Castelnuovo: Weg des Ariost
 
Besichtigung von Castelnuovo
 
Garfagnana bietet zu Tisch
Dritter Tag
   
Wanderung im Orec-Park
 
Zweiter Teil der Wanderung im Park
 
Biologisches Nachtessen auf dem Bauernhof



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Trekking in Garfagnana

Toter Mann

Herbstwald

Rossi-Hütte

Pania Secca

 
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Rundreise
Erster Tag

Vormittag
Die Wanderung ist ein Klassiker der apuanischen Alpen, eine Strecke voller Faszination, die ein Eindringen ins Innerste der Toskaner Alpen erlaubt. Karstige Umgebung und weite, begeisternde Ausblicke tragen dazu bei, sie zu einem der schönsten Ausflüge der Gegend zu machen.

· Schwierigkeit: anspruchsvoll
· Zeit: 5 Stunden
· Charakteristiken: steile, anspruchsvolle Wege mit schöner Aussicht
· Höhenunterschied: 750 m.
· Empfohlene Jahreszeit: Spätfrühling-Sommer-Anfang Herbst


Man kann im Auto von Gallicano, in Garfagnana, aus den Wegweisern in Richtung Rifugio Rossi (Rossihütte) und Alpe di S.Antonio folgen. Bei der Verzweigung der Alpe di S.Antonio nach links in die Strada delle Rocchette einbiegen, die rasch nach Piglionico zu einer Kapelle führt. Sie ist den Gefallenen aus dem Partisanenkrieg geweiht, die am 28. August 1944 von den Deutschen in ihren Stellungen am Monte Rovaio, direkt hier gegenüber, überwältigt worden waren. Hier parkiert man das Auto und beginnt die Wanderung auf dem Weg CAI Nr. 7, der durch einen Buchenwald führt. Man geht dem Abhang der Pania Secca entlang, über eine falsche Ebene und klettert dem Tal enlang. So gelangt man an die grünen Abhänge des Toten Mannes, eines Bergstücks, das an das Gesicht eines liegenden Menschen erinnert. Von hier erreicht man innert Kürze die Hütte Enrico Rossi, Höhe 1609.
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'Höllental'

Pania della Croce

Pania della Croce

Pania della Croce

 
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Erster Tag
Trekking in Garfagnana

Nachmittag
Vom "Rossi" gelangt man in wenigen Minuten zur Focetta del Puntone, Höhe 1611 m, mitten im Panie-Massiv, wo sich die Wege CAI Nr. 7, 139 und 126 kreuzen. Man nimmt den Weg 126, der in das Valle dell'Inferno (Höllental) führt, ein steiniges Gelände, das über einen sehr steilen Anstieg zum Callare (Pass) der Pania della Croce führt, Höhe 1750. Nachdem man die weite Rundsicht bewundert hat, die vom Arnotal zum Meer bis nach Korsika und manchmal bis zu den Seealpen reicht, kehrt man auf dem selben Weg bis zur Verzweigung bei Höhe 1611 zurück, wo man diesmal nach links in die mondartige Schlucht der Borra di Canala abbiegt. Während des Abstiegs auf dem steinigen Weg Nr. 139, dem beeindruckendsten Abschnitt der Wanderung, muss man sehr aufpassen. Man befindet sich in einem Tal zwischen den Abhängen des Pizzo delle Saette und eines kleineren Gebirgsausläufers. Von Stein zu Stein springend steigt man ab bis zu einem Wäldchen, um dann bis zur Kreuzung mit dem Weg Nr. 127 weiter zu gehen. Man biegt nach rechts ab und folgt dem Weg, der um den erwähnten Gebirgsausläufer führt, bergauf und bergab. Der enge, in den Berghang gebaute Weg führt bis fast unter das Tabernakel, von dem man ausgegangen ist. Noch ein paar Meter Steigung, und die Rundwanderung ist beendet.
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Agritourismus La Betulla

 
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Erster Tag
Trekking in Garfagnana

Abend
Am Ende eines so anspruchsvollen Tages kann man sich ein ausgezeichnetes Nachtessen auf der Basis von typischen Produkten der Garfagnana leisten. Sehr empfehlenswert ist der Agritourismusbetrieb La Betulla, der zu Füssen der Panie-Gruppe liegt , ein idealer Ausgangspunkt für mittlere oder kurze Wanderungen. Hier findet man eine Kletterwand auch für Könner, für Kletterpartien bis zum 8. Schwierigkeitsgrad. Man kann in etwa zweistündiger Wanderung bis zur Grotta del Vento gelangen.
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Trekking in Garfagnana

Castelnuovo di Garfagnana

Festung von Monte Alfonso

Kastanienwald

Flora

 
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Rundreise
Zweiter Tag

Vormittag
Der vorgeschlagene Weg ist kurz und für jedermann begehbar. Er beginnt bei Castelnuovo und führt zur Festung von Monte Alfonso, die auf einem nahen Hügel liegt. Er wurde dem Dichter Ludovico Ariosto gewidmet, der als Gouverneur der Este von 1522 bis 1525 in der Garfagnana weilte und hier seine berühmten "Briefe" schrieb.

· Schwierigkeit: einfach
· Zeit: 1.50 Stunden
· Höhenunterschied: 250 m.
· Interesse: historisch - landschaftlich


Die Rundwanderung beginnt in Via Azzi, von wo eine enge gepflasterte Strasse einem Weinberg entlang in einen Zerreichenwald hinauf führt. An dieser Stelle ist man beim Bauerndörfchen von Pasquigliora angelangt. Nachdem man die charakteristische, aus hellem Stein gepflasterte Bauerntenne überquert hat, steigt der Weg weiter an, und man trifft wieder auf mit Reben bebaute Terrassen.Darauf kommt man in einen Kastanienwald, bis man die Südmauern der Festung erreicht. Die "geheime" Tür führt direkt ins Innere des Mauerrings, der Weg hingegen biegt links ab und führt der Mauer entlang bis zu einem Platz, der für Turnübungen eingerichtet ist. Wenn man von hier aus den Haupteingang der Festung von Monte Alfonso erreichen möchte, muss man weiter um die Mauer herumgehen. Um nach Castelnuovo zurückzukommen, biegt man nach links ab und tritt in ein Nadelwäldchen ein, bis man auf die geteerte Strasse gelangt, die von Castelnuovo nach Cerretoli führt. Man überquert die Strasse und steigt über einen Saumpfad hinab, bis man die ersten Häuser von Castelnuovo erreicht.
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Castelnuovo di Garfagnana

Rocca Ariostesca

Dom

'Schwarzer Christus', Dom

 
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Zweiter Tag
Trekking in Garfagnana

Nachmittag
Das wichtigste Zentrum im Herzen der Garfagnana befindet sich am Zusammenfluss des Serchio mit der Turrite Secca, einem typischen Wildbach des apuanischen Gebirges, das durch auffällige Karstphänomene gekennzeichnet ist. Seine günstige Lage machte es zu einem Handelszentrum und Bezugspunkt für das ganze Tal. Seit 1430 findet hier ein bunter Warenmarkt statt, der jeden Donnerstag viele Besucher anzieht. Schon 1300 war Castelnuovo unter der Herrschaft Luccas ein sehr wichtiges Durchgangszentrum. Aus dieser Zeit stammt die Brücke, deren Bau durch Castruccio Castracani veranlasst wurde, um das Schloss mit dem Viertel Cellabarotti zu verbinden, das heute unter dem Namen S. Lucia bekannt ist. 1430 befreiten sich die Bewohner von Castelnuovo von der Herrschaft Luccas und unterstellten sich freiwillig den Este. So erhielten sie wichtige Privilegien und erzielten eine rege Entwicklung des Handels. Mit Ausnahme einer kurzen Periode der französisch-napoleonischen Herrschaft in den Jahren während der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert war Castelnuovo bis zur Einigung Italiens Vikariat und Provinzhauptstadt. Unter den verschiedenen Gouverneuren der Este, die sich im Vikariat von Castelnuovo folgten, seien Ludovico Ariosto (1522-1525) und Fulvio Testi (1640-1642) erwähnt. Ein bemerkenswertes Baudenkmal des Städtchens ist die Festung, deren Originalstruktur (12. Jh.) im Verlauf der Zeit Erweiterungen und Umbauten erfuhr; der Bau der dritten, auf den Hauptplatz gehenden Terrasse kann man mit 1675 datieren. Ein weiteres bemerkenswertes Baudenkmal ist der Dom ; er ist den Heiligen Peter und Paul geweiht und entstand 1500 auf den Resten einer früheren romanischen Kirche aus dem 11. Jahrhundert. Im Innern befindet sich eine herrliche Della Robbia-Terrakotta, die "Tafel von San Giuseppe", an deren Basis man die Wappen der Gemeinde von Castelnuovo erkennen kann, ein aufgerichteter blauer Löwe auf gelbem Grund, das Hölzerne Kreuz aus dem 15. Jahrhundert; der Marmorrahmen ist der Werkstatt der Civitali aus Lucca zugeschrieben.
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Agritourismus Pra' di Reto

 
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Zweiter Tag
Trekking in Garfagnana

Abend
In der mittelalterlichen Ortschaft Gragnanella, umgeben von Kastanienwäldern und bebauten Feldern, befindet sich, nur 5 km von Castelnuovo Garfagnana entfernt, der Agritourismusbetrieb Pra' di Reto. Es ist ein echtes Bauernhaus aus der zweiten Hälfte des sechzehnten Jahrhunderts. Man wird familiär empfangen, und man kann zusammen mit den Besitzern in der alten Küche des Hauses mit Kamin und Holzofen essen.
Die Gastronomie ist typisch für die Garfagnana und ermöglicht es, Gerichte von einst zu geniessen, die in der Alltagsküche nicht mehr zubereitet werden.
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Trekking in Garfagnana

Birken, Orecchiella-Park

Orecchiella-Park

Orecchiella-Park

Orecchiella-Park

 
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Rundreise
Dritter Tag

Vormittag
Dieser herrliche Park ganz in der Nähe der apuanischen Alpen ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie der Respekt für die Natur mit den menschlichen Bedürfnissen in Einklang gebracht werden kann. Das gesamte Gebiet ist seit Jahren ein äusserst bekanntes Ausflugsziel und mit zahlreichen, gut gekennzeichneten Wegen versehen. Sie führen durch atemberaubende Szenerien voller Blütenpracht und Landschaftswunder. Im Park kann man, ausser den Fusswanderungen, auch Ausflüge mit Mountain Bikes oder Pferden unternehmen, die an Ort gemietet werden können, oder sich durch den Verein lokaler Führer in die Geheimnisse des Parks einweihen lassen. Bei der vorgeschlagenen Wanderung handelt es sich um einen Rundweg, der den steilen Bergrücken der Pania di Corfino überquert, durch die östlichen Weiden zu den Alpen von Campaiana führt und dabei die Naturreserve Pania di Corfino berührt.

· Schwierigkeit: mittel
· Zeit: 5 Stunden
· Höhenunterschied: 400 m.
· Interesse: landschaftich - naturalistisch


Vom Platz des Besucherzentrums aus nimmt man ein Strässchen, das an mehreren grossen Tiergehegen vorbeiführt, in denen man verschiedene Tiere sehen kann: Hirschen, Mufflons, Rehe, Bergfasane und, vor allem, Bären, eine regelrechte Attraktion des Parks. Bei einer Kreuzung angekommen folgt man der geteerten Strasse, nach links abbiegend, um zu den Prati di Isera (1230 m) zu gelangen. Jetzt führt der Weg hinab bis zu einem Schotterweg, der zur Hütte von Isera und zum Botanischen Garten führt. Gleich nach dem Hütteneneingang nimmt man rechterhand den Saumpfad, der dem Wildbach entlang nach Pruno führt, einer alten Hirtenalm, die genau auf der Strasse liegt, die von Corfino nach der Orecchiella verläuft. Man biegt nach links ab, wo der Weg auf den Terrassierungen des Massivs von Piana di Corfino weiter geht, um dann in einen Zerreichenwald zu führen. Bei einem grossen Felsblock angekommen nimmt man linkerhand den Weg CAI 58 bis zur Maestà di San Pellegrino. Von hier biegt man links ab und erreicht Campaiana, eine grosse umgebaute Almhütte, wo man im Restaurant Il Fungo zu Mittag essen kann.
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Orecchiella-Park

Orecchiella-Park





 
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Dritter Tag
Trekking in Garfagnana

Nachmittag
Vom Dorf aus folgt man über etwa hundert Meter dem Schotterweg Richtung Orecchiella. Auf der Höhe einer Viehtränke nimmt man den Saumpfad, der zur Unterkunft Granaiola hinaufsteigt. Wiesen und Buchenwälder durchquerend erreicht man von hier aus den Gipfel Pania di Corfino (1603 m.). Man steht vor einem herrlichen Panorama, das von der Kette der apuanischen Alpen bis zum Golf von La Spezia reicht.
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Agritourismusbetrieb Campagnola

 
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Dritter Tag
Trekking in Garfagnana

Abend
Der Agritourismusbetrieb Campagnola liegt in Piazza al Serchio im Herzen der Hoch-Garfagnana, zwischen dem Park der apuanischen Alpen und dem Orecchiellapark. Hier kann man die Einfachheit und den Frieden des Landlebens nach althergebraachten ländlichen Traditionen geniessen. Es handelt sich um einen anerkannten biologischen Betrieb, was die Qualität der Produktionen und Züchtungen garantiert. Angebaut werden Emmer, Viehfutter, Gemüse; zudem werden in der Küche verwendete Fleischrinder und Milchkühe, Schweine und Kleinvieh gezüchtet.


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