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Donnerstag 9. September 2010 














Mailand
Historische Persönlichkeit
Alessandro Manzoni
Eines der Symbole Mailands ist Alessandro Manzoni, der mit seinem Leben und seinem literarischen Schaffen einen Glanzpunkt für die Geschichte der Stadt und des ganzen Landes dargestellt hat. Er wird 1785 als Sohn von Pietro und Giulia Beccaria in Mailand geboren, ist aber vielleicht auch aus dem Verhältnis seiner Mutter Giulia mit Giovanni Verri hervorgegangen, Alessandro Manzoni wird in der Kirche San Babila getauft. Er erfährt während seiner Jugendzeit in einem Kollegium eine streng katholische Erziehung, seine Reaktion darauf ist ein unverhohlener Antiklerikalismus, den er in den Jahren, in denen er Aufklärer-Kreise frequentiert, vertritt. Der zukünftige Schriftsteller geht nach dem Tod seines Vaters nach Paris und arbeitet dort an diesen Ideen, die dann in seinen Jugendwerken, die sich an Monti und Parini orientieren, wiedergegeben werden, dazu gehört vor allem Carme in morte a Carlo Imbonati. Darauf folgen andere wichtige literarische Werke, unter anderem Inni Sacri, das er im Jahr seiner Rückkehr nach Mailand schreibt; heute noch kann dieses Haus besucht werden, es befinden sich dort persönliche Gegenstände des Schriftstellers, der dort bis zum Jahr 1873 lebt. Sein literarisches Schaffen setzt sich mit glänzenden Werken, wie Odi, den Theaterstücken, Adelchi, dem Conte di Carmagnola und dem Cinque Maggio, der Napoleon gewidmet ist, fort. In Erinnerung bleibt er allen wegen seines berühmten Romans, Die Verlobten, den er als erstes Buch in italienischer Sprache geschrieben hat. In seinem Werk kann man zahlreiche Ecken Mailands wieder erkennen, die der Schriftsteller genannt hat, um dem Prinzip der Realitätsnähe treu zu bleiben, das er in der Erzählung sorgfältig beachtet hat. Unter den berühmten Orten befindet sich das Geburtshaus der Monaca di Monza, der Palazzo Marino, der heute das Rathaus beherbergt, sowie der Palazzo Borromeo, wo der Kardinal Federico Borromeo lebte, eine weitere existierende Person, die in dem Roman erwähnt wird. Es wird überliefert, dass Manzoni von der Trattoria Monluè inspiriert wurde, als er die Osteria erwähnt, in der Renzo Tramaglino, die männliche Hauptfigur, bei einem seiner Mailand-Besuche verweilt. Schliesslich ist auch das Lazarett aus der Realität genommen, in dem sich Renzo und Lucia nach langen Irrfahrten begegnen, das geschieht während der schrecklichen Pestepidemie, welche die Stadt im 16. Jahrhundert heimsucht. Die Kirche San Carlo al Lazzaretto, in der Mitte von Viale Tunisia.Manzoni stirbt im Jahr 1873 aufgrund eines banalen Sturzes vor der Kirche S.Fedele in Mailand, so scheint es wenigstens. Seine Überreste werden auf dem Friedhof Cimitero Monumentale aufbewahrt, während seine Statue, die ihm die Stadt gewidmet hat, auf der Piazza San Fedele, hinter dem Palazzo Marino, bewundert werden kann.



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