Der Weg führt zurück zur Piazza IV Novembre. Dort, wo die Loggia di Fortebracci endet, beginnt die reizvolle Via Maestà delle Volte, ein von imposanten Bögen überspannter Weg, entlang dessen sich einst die Maestà befand, ein Gemälde unter einer Stützkuppel des Palazzo del Podestà. Man hält sich links und gelangt zum zweitberühmtesten Brunnen der Stadt: der
Fontana delle Volte im mittelalterlichen Herzen der Stadt. Zur rechten Hand geht die Via Baldeschi ab, in der es den
Aquädukt aus dem 13. Jahrundert zu besichtigen gibt. Er leitete das Wasser vom Monte Pacciano zur Piazza IV Novembre und wurde später zum Viadukt. In der Via Santa Elisabetta befindet sich ein römisches Mosaik, das zu römischer Zeit zu einem Thermalbad gehörte, und die kleine Kirche von San Sebastiano. Unweit von hier kann man die Freitreppe zum
Palazzo Gallenga emporsteigen, dem Sitz der Universität von Perugia. An ihrem Ende eröffnet sich die Piazza Fortebraccio, von den Peruginern "Grimana" genannt. Wenn man nach rechts blickt, kann man das imposante etruskische Tor, den
Arco Etrusco bewundern. Dieses wichtigste Tor des etruskischen Mauerrings wurde, als die Stadt unter die Herrschaft der Römer fiel, in Augustus-Bogen umbenannt. Anschliessend geht es in die Via Rocchi, die wichtigste Verkehrsader der Etruskerstadt, welche zurück in die Altstadt führt, genauer gesagt zur Piazza Danti. Unterwegs trifft man auf die
Enoteca Provinciale, die beste umbrische Weine führt und einige gastronomische Spezialitäten im Angebot hat. Anschliessend überquert man die beiden Plätze Danti und IV Novembre, die im Sommer von zahlreichen Cafétischen gesäumt sind, und geht zur Hauptstrasse von Perugia: dem
Corso Vannucci. Zur linken Hand befindet sich der Palazzotto dei Notari mit seinem charakteristischen Turm und einer Fassade mit eleganten Drillingsfenstern. Von hier aus hat man ausserdem eine gute Aussicht auf den Turm des
Palazzo dei Priori. Wenn man sich nach Überqueren der Fussgängerzone rechts hält, gelangt man zu einem grossen, mit einem Rundbogen versehenen Portal. Dies ist der Eingang zur umbrischen Nationalgalerie, der
Galleria Nazionale dell'Umbria. Oben am Portal lassen sich Statuen der Schutzheiligen von Perugia erkennen. Im dritten Stock des Palazzo dei Priori gibt es eine Galerie mit den Meisterwerken der umbrischen Malerei vom 13. bis zum 19. Jahrhundert zu besichtigen, von Perugino über Pinturicchio bis hin zu Beato Angelico. Wer nach soviel Augenschmaus auch seinem Gaumen eine Freude bereiten möchte, dem sei die
Pasticceria Sandri empfohlen, denn hier gibt es beste einheimische Leckereien.