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Samstag 11. September 2010 















Lecce
Besondere Route
Grotta Zinzulusa - Lecce
Die Umgebung von Lecce erzählt uns von ihren Ursprüngen bei den Messapern, den Griechen und den Byzantinern in den Gemeinden der Grecia Salentina, wo sich die Strassennahmen und die Sprache halten. Bei einer Fahrt entlang der Küste wird man vom Meer und den Grotten verzaubert, die Jahrtausende alte Geheimnisse bergen, während im Inland die Zeugnisse von wichtigen Zivilisationen überleben, die sich vor der Ankunft der Römer entwickelt haben, von Muro leccese bis nach Santa Maria di Leuca, äusserste Spitze des Stiefels.

Erster Tag
Die griechische Identität, die überlebt hat, erscheint in der Sprache und den Traditionen der Grecìa Salentina
 
Der Weg durch die neuen Dörfer der alten Gemeinschaft gestattet es, die Geschichte und die Monumente zu entdecken
 
Ein gemütliches Restaurant, in dem man die einfache lokale Küche kosten kann und dann ein Spaziergang durch die Altstadt zwischen barocken Kirchen und Adelspalästen
Zweiter Tag
   
Wenn wir von Lecce an die Adria fahren kommen wir nach Otranto, das antike Tor zum Oient
 
Dann entlang der Adriaküste, wo wir zwischen kritallklarem Wasser und misterösen Grotten antike Zeichen des primitiven Lebens entdecken
 
Wir kehren nach Otranto zurück, um in die warme abendliche Atmosphäre der Lokale einzutauchen, die auch bei den Leccesern so beliebt sind
Dritter Tag
   
Von Lecce ins Herz des Salento auf der Suche nach der antiken Messapia zwischen den Spuren ein weit entfernten Vergangenheit
 
Wir folgen den Spuren der messapischen Kultur und vom Hinterland kommen wir an die Küste: Santa Maria di Leuca, die äusserste Spitze Italiens
 
Ein Abendessen auf Fischbasis direkt am Meer, dann geht der Abend in einem der exklisivsten Lokale, im Gibò weiter



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 Lecce

Die Kappelle von San Niceta, Meledugno - Lecce

Kirche San Vito, Calimera - Lecce

Eingang zu den Brunnen, Martignano - Lecce

 
 
 
Besondere Route
Erster Tag

Vormittag
Ein Sprung in die Vergangenheit führt uns in eine Zeit, in der der Salento griechische und byzantinische Kolonien beheimatete, Gemeinschaften, die so tief verwurzelt sind, dass man ihren Überlebensgeist immer noch bei den neun Gemeinden der Grecìa Salentina findet, ein Gebiet südlich von Lecce. Es handelt sich um eine geografische Insel, die ausserhalb der Zeit geblieben ist und die griechische Sprache, Riten und Traditionen geschützt hat, die wir gleich auf der ersten Etappe unserer faszinierenden Rundfahrt in Melendugno entdecken. Die ersten Siedlungen in diesem Gebiet gehen auf uralte Zeiten zurück, wie die Menhir beweisen, die man in der Gegend gefunden hat, und ein Dolmen, ein Grabmal aus der Bronzezeit. Aber das Prestige der Region, die neun Gemeinden umfasst, in denen die Leute immer noch Griko sprechen, eine Sprache, die dem Griechischen ähnelt, ist der griechischen und byzantinischen Bevölkerung zu verdanken. Die Spuren dieser glorreichen Vergangenheit findet man in der Sprache und in den Namen, woran auch der Name von einem dieser Dörfer erinnert: : Calimera, was auf griechisch „guten Tag" heisst. Wir fahren weiter nach Martignano, wo wir im Palazzo Palmieri eine alte unterirdische Olivenmühle besichtigen können. Die nächste Etappe ist Sternatia, ein hübscher Ort, der von den Griechen gegründet wurde und wo bis 1661 der griechische Kirchenritus in Kraft blieb. Während unseres Besuches besichtigen wir den Palazzo Granafei, eine befestigte Residenz, die im 18. Jahrhundert auf den Überresten eines byzantinischen Burg errichtet wurde, und wo später auch Alfoso d'Aragona verweilte, als er Otranto wieder eroberte, das in die Hände der Türken gefallen war. Wir fahren weiter nach Soleto mit dem wunderbaren Glockenturm, der Guglia di Raimondello, von dem die Legende will, dass er in einer Nacht von vier Teufeln gebaut wurde. Das Städtchen ist messapischen Ursprungs, wie einige Inschriften beweisen, die man in einer Nekropolis gefunden wurden, und nach der byzantinischen Herrschaft liessen sich hier Menschen mit griechischer Sprache und Kultur nieder.
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Schloss de' Monti, Corigliano d'Otranto - Lecce

Kloster der Agostiniani, Melpignano - Lecce

Palazzo Moschettini, Martano - Lecce

 
 
Erster Tag
Lecce: Besondere Route

Nachmittag
Dann begeben wir uns nach Corigliano d'Otranto, wo der byzantinische Kirchenritus bis 1683 standhielt. Wir besuchen die Kirche aus dem 18. Jahrhundert San Nicola, Palazzo Comi mit der barocken Fassade und das Schloss Castello de' Monti, das im 16. Jahrhundert wieder aufgebaut wurde und mächtige Schutztürme und die später angelegte barocke Fassade zeigt. Dann fahren wir nach Melpignano, um den schönen Kreuzgang aus dem 16. Jahrhundert im ehemaligen Kloster der Agostinianer zu bewundern, den Palazzo marchesale und die Kirche del Carmine, die von dem berühmten Architekten aus Lecce Giuseppe Zimbalo gebaut wurde. Castrignano dei Greci verbirgt im Namen immer noch den Ursprung des Dorfes, in dem einst ein Baronenschloss aus dem 16. Jahrhundert stand, von dem aber nur noch Ruinen übrig geblieben sind und wo die Leute griko sprechen, wie in Martano, ein Dorf das etwa im 8. Jahrhundert gegründet wurde, als sich hier Siedler auch Griechenland und Albanien niederliessen. Der Rundgang durch das Dorf gestattet uns, die beiden zylinderförmigen Ecktürme des strengen Baronenpalastes zu bewundern. Nur drei Kilometer weiter liegt Carpignano Salentino, dessen griechischer Ursprung in den Fresken und Inschriften sichtbar wird, sie man in der Krypta der Kirche bemerken kann, die den Heiligen Cristina und Marina geweiht ist; Wandgemälde, die auf eine Zeit zwischen dem 10. und dem 16. Jahrhundert zurückgehen, wie die Annunciazione con Cristo Pantocratore. In der Nähe kann man den Palazzo Orsini-Del Balzo bewundern, der zwischen dem Ende des Mittelalters und dem Beginn der Renaissance den Herren dieses Landes gehörte.
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Dom - Lecce

 
 
Erster Tag
Lecce: Besondere Route

Abend
Nach dieser kurzen Reise in die Vergangenheit kehren wir nach Lecce zurück, und essen im Tre Moschettieri, ein Restaurant mit informellem Ambiente, in dem man hervorragende und einfache Gerichte kosten kann. Dann gestatten wir uns einen Spaziergang durch die Altstadt, über die Piazza Sant'Oronzo, die Piazza Duomo, durch die Schönheiten des hiesigen Barocks und die Ruinen aus römischer Epoche. Mit den zahlreichen Zeugnissen aus der reichen Vergangenheit hört Lecce nie auf, einen in Erstaunen zu versetzen.
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 Lecce

Kathedrale von Otranto - Lecce

Die Felsenküste, Otranto - Lecce

Das Meer von Otranto - Lecce

 
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Besondere Route
Zweiter Tag

Vormittag
Den Weg für Lecce zum Meer und in den Orient öffnet Otranto, das Bollwerk des Westens an der Adria. Die Mauern und Befestigungsanlagen der Stadt schützten vor den Einfällen der Sarazenen, aber der Hafen hiess auch Normannen, Griechen, Byzantiner und Venezianer willkommen. Also ein Ort der Verteidigung aber auch ein Hafen, in dem sich über Jahrhunderte der Handel und das Zusammentreffen von unterschiedlichen Völkern und Kulturen verstärkten. Der historische Kern der Stadt liegt innerhalb der mächtigen Mauern mit dem eindrucksvollen Torre Alfonsina und den Bastionen, die sich am Abend völlig verwandeln und ein unvergleichlicher Ort für romantische Spaziergänge hoch über dem Meer werden. Ein weiteres enormes Schloss ist das Castello Aragonese, das auf das 15. Jahrhundert zurückgeht, ein massiver mehreckiger Bau. Wir besuchen die Kathedrale dell'Annunziata, ein romanisches Gebäude aus dem 12. Jahrhundert mit dem wunderbaren mosaikverziertem Boden, und wenn wir dann weiter in Richtung Meer gehen, können wir in der Kirche San Pietro halten, ein kleines byzantinisches Juwel aus dem 10. Jahrhundert. Mit dem kleinen Hafen und den Fischerhäuschen schenkt uns Otranto wunderbare mediterrane Bilder. Wir dürfen nicht vergessen, dass dies eines der wichtigsten Touristenziele an der Adria ist, das von den Jugendlichen nicht nur wegen des Meeres beliebt ist, sondern auch wegen der Vergnügungsmöglichkeiten, die es am Abend bietet.
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Santa Cesarea Terme - Lecce

Grotte Zinzulusa - Lecce

Blick auf Castro - Lecce

 
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Zweiter Tag
Lecce: Besondere Route

Nachmittag
Dann fahren wir auf der Küstenstrasse von Otranto nach Süden, um uns von der Schönheit des Meeres in den Bann schlagen zu lassen. Es ist ein wirklicher Augenschmaus mit der Felsenküste und dem kristallklaren Wasser wie in Porto Badisco oder in Santa Cesarea Terme. Nacheinander sieht man Grotten, Vorsprünge, kleine Buchten, magische und geheimnisvolle Orte wie die Grotte Zinzulusa beim Städtchen Castro, das von Kretesern gegründet wurde und auf die Baia die Turchi (Türkenbucht) geht. Diese Grotte, deren Ursprünge mit einigen Legenden verbunden sind, zeigt Stalaktiten, die Lappen ähneln (zinzuli im Dialekt) und gehört mit anderen Orten, die ähnliche Merkmale aufweisen, zu einem unterirdischen Rundgang. Dazu gehört die Grotte Romanelli, die Wandmalereien aus paläolitischer Zeit aufweist, oder die Rotundella und die alle vom Meer aus zu erreichen sind. Wir setzen unseren Weg fort und kommen etwas südlich von Marina d'Adrano zur Grotta Verde (Grüne Grotte), deren Wasser - so sagt man - gegen Mittag leuchtende Töne annimmt. Wenn wir unsere Reise nach Süden fortsetzen, so kommen wir nach Marina di Novaglia, das wie ein Fjord ins intensive Meer hinein ragt. Es handelt sich um eine Küste, die reich an Grotten ist und unter ihren schönsten Punkten Canale del Ciolo hat, der wegen der Raben so genannt werden, die hier „Ciole" heissen, wo die gleichnamige Grotte und eine Panoramabrücke liegen, von der die mutigsten Schwimmer springen.
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Torre Merlino - Lecce

 
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Zweiter Tag
Lecce: Besondere Route

Abend
Am Abend kann man Otranto für ein Essen auf Fischbasis am Meer zurückkehren und sich dann in der Disko Guendalina austoben, eine absoluter Kult an der Adria, wohin am Wochenende auch die Lecceser kommen, um sich vor allem in den heissen Monaten ein paar Schritt vom Meer abzukühlen.
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 Lecce

Ein Teil von messapischen Mauern - Lecce

 
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Besondere Route
Dritter Tag

Vormittag
Eine unsichtbarer Faden verbindet Lecce mit einigen Gegenden des Hinterlandes des Salento, wo es noch Spuren der uralten massapischen Kultur gibt, die sich zwischen dem 9. und dem 7. Jahrhundert v. Chr. entwickelt hat. Wie in der Stadt sind auch hier zahlreiche archäologische Funde ans Licht gekommen, die die Wichtigkeit dieser Zivilisation bezeugen: Vasen, Keramikgegenstände, Inschriften und Überreste von Hütten, die uns von den Messapern erzählen, eine Bevölkerung, die sich ausdehnte und mit den Griechen in Kontakt stand. Um mehr darüber zu erfahren, fahren wir bis nach A href="javascript:apriScheda('1995','de','popup')">Muro leccese, das gemeinsam mit Oria, Rudiae und Ugento eine der wichtigsten Städte der Messapia war. Hier sieht man noch die mächtige Befestigungsmauer, die gebaut wurde, um die Siedlung gegen die Römer zu schützen. Ursprünglich waren die Mauern etwa 4 km lang und 7 m hoch, ein eindrucksvolles Verteidigungssystem, das jede messapische Stadt kennzeichnete. Der besterhaltenste Teil ist der, der sich im östlichen Teil der modernen Ortschaft zwischen den Feldern hinzieht, auch wenn man sehen kann, dass die Höhe auf 2-3 m oder sogar noch weniger verringert wurde, da in der Vergangenheit - und vor allem im Mittelalter - viele Blöcke entfernt wurden, um andere Gebäude damit zu errichten.
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Steinhaus, Santa Maria di Leuca - Lecce

Hafen von Santa Maria di Leuca - Lecce

Das Meer von Santa Maria di Leuca - Lecce

 
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Dritter Tag
Lecce: Besondere Route

Nachmittag
Wir verlassen das Hinterland und erreichten den letzten Punkt des italienischen Absatzes: Santa Maria di Leuca, ein weiteres Siedlungsgebiet der Messaper. Nach den Farben des Landwirtschaftsgebietes lassen wir uns jetzt von der bezaubernden Küstenlandschaft faszinieren, wo sich Adria und Ionisches Meer treffen und wo laut einer Legende der Heilige Petrus landete, als er aus dem Orient kam. In der Nähe der Landzunge von Leuca finden wie einige der schönsten mssapischen Ortschaften: Ugento und Vereto, beide von massiven Mauern umgeben und beide mit einem natürlichen Zugang zum Meer. In der Grotte Porcinara hingegen kann man eine messapische Inschrift auf der Wand sehen. Ein Ort von grosser Faszination, der unbedingt einen Besuch verdient, ist der Wallfahrtsort Santa Maria di Leuca, der dort steht, wo sich einst ein Tempel der Minerva befand und der wegen seiner Lage „Äusserste Grenze der Welt" oder Finibus Terrae heisst. Wir begeben uns nach Marina di Leuca, ein angenehmer Ferienort, der ein besonders schönes Meer zu bieten hat, ein wahres Paradies für Tauchen mit den zahlreichen Grotten und kleinen Buchten, die man fast alle mit dem Boot erreichen kann. Diese Gegend war schon zu neolitischen Zeiten besiedelt, wie die Fossilien von Pflanzen und die Keramikgefässe beweisen, und sie war Zufluchtsort für Mönche, was durch die griechischen und lateinischen Inschriften bezeugt wird. Ein Spaziergang durch das Zentrum vermittelt uns die wirkliche mediterrane Atmosphäre dieses Ortes, zwischen Gerüchen und unvergesslichen Geschmacksrichtungen wie am Fischmarkt.
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Gibò, Santa Maria di Leuca - Lecc

 
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Dritter Tag
Lecce: Besondere Route

Abend
Am Abend kann es sehr angenehm sein, wenn man in einem der verschiedenen Restaurants isst, die nur Fischgerichte anbieten und möglichst auch noch Meerblick haben sollten. Wer dann Lust hat, kann noch ins Gibò, eines der renommiertesten Lokale im Salento, das auf einem Felsvorsprung mit einem wunderbaren Blick aufs Meer liegt. Diesen Ort sollte man vor allem in den heissen Sommernächten nicht versäumen.
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