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Donnerstag 9. September 2010 















Bozen
Besondere Route
Eine Reise zurück in die Vergangenheit: von der Neustadt der 30er Jahre, deren Namen und monumentale Bauten Bozen italienisieren sollten, bis zu den mittelalterlichen Burgen, die nur einen Katzensprung von der Stadt entfernt sind. Weiter geht es dann mit einem Ausflug in die Dolomiten auf einem Rundweg, der Ende des 19. Jh. angelegt wurde. Einen Besuch wert ist ausserdem der landschaftlich wunderschöne Karersee.

Erster Tag
Auf den Spuren der jüngeren Vergangenheit geht es, am besten mit dem Fahrrad, durch die pompöse und monumentale Neustadt.
 
Neben dem berühmten Schloss Runkelstein sind auch Schloss Maretsch, die Haselburg und Schloss Siegmundskron unbedingt sehenswert, die Bozen in einem Kranz aus zinnenbewehrten Mauern und Türmen umgeben.
 
Aperitif mit kleinen Häppchen inmitten der bezaubernden „Kaufmannsatmosphäre" der Laubengasse.
Zweiter Tag
   
Mitten in die Natur auf einer der ältesten Strecken Italiens, der Dolomitenstrasse vom Anfang des 20. Jh.
 
Ein absolutes Muss ist der Besuch des Karersees mit seinem kristallklaren Wasser.
 
Vor der Abreise sollte man sich noch ein Bozner Bier in einer der traditionellen Bierstuben im Stadtzentrum gönnen.



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 Bozen

Siegesdenkmal





 
 
 
Besondere Route
Erster Tag

Vormittag
Heute geht es auf die Spuren der von tragischen Ereignissen geprägten Geschichte des 20. Jh. Am besten macht man diese Tour mit dem Fahrrad (wenn das Wetter es zulässt), dem bevorzugten Transportmittel im umweltbewussten Bozen. Der Ausflug beginnt auf der Eisenbrücke über die Talfer, über die man in die Neustadt gelangt. Hier klingen die Strassennamen ganz anders, da sie aus der italienischen Geografie und von italienischen Heiligen abgeleitet sind. Die Neustadt wurde einst von dem faschistischen Regime im Bestreben erbaut, die Hauptstadt zu italienisieren, wovon die pompösen und monumentalen Gebäude im Stil des 20 Jh. zeugen. Dieser Bezirk ist sozusagen die „italienische" Stadt, die sich auf der anderen Seite des Flusses entwickelt hat und deren Grenze nicht durch Zufall vom Siegesdenkmal markiert ist. Weiter Richtung Gries, das Anfang des 20. Jh. ein exklusiver Urlaubsort war, kommt man zu den „mediterranen" Gärten, den Weinbergen und den Parks, für die Gries zu Recht einst so berühmt war. Hier kann man den vom Fremdenverkehrsamt vorgeschlagen Spazierwegen folgen. Mittags gibt es dann Curry und Biryani im ersten indischen Lokal der Stadt, dem Maharaja hinter dem Siegesplatz – wie man sieht, macht die Globalisierung der Welt auch vor Bozen nicht Halt.
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Spielsaal auf Schloss Runkelstein

Badestube, Schloss Runkelstein

 
 
Erster Tag
Bozen: Besondere Route

Nachmittag
Eine Reise in die Vergangenheit: Bozen ist von zahlreichen mittelalterlichen Burgen umgeben, von denen viele in Kongresszentren oder Restaurants umgewandelt wurden und einige noch heute besichtigt werden können. Am Ufer der Talfer trifft man zuerst auf das schöne Schloss Maretsch inmitten der Weinberge mit Lagrein-Trauben. Nach 1,5 km wird am linken Talferufer (dem der Altstadt) der Eingang zum Sarntal von einer der schönsten und bekanntesten Burgen der Umgebung von Bozen beherrscht, dem Schloss Runkelstein. Unbedingt anschauen sollte man sich hier den wundervollen figürlichen Freskenzyklus mit Motiven aus dem mittelalterlichen höfischen Leben. Südlich der Stadt oberhalb von Haslach (20 Minuten zu Fuss von der Stadtmitte) steht die Haselburg mit Fresken aus dem 16. Jh. Nach den kürzlich abgeschlossenen Restaurierungsarbeiten wurde auch das Burgrestaurant wieder eröffnet. 5 km südwestlich der Stadt thront auf einem Porphyrfelsen hoch über der Etsch das Schloss Siegmundskron, die „älteste" Burg in Südtirol, die bereits in Schriften vor dem Jahr 1000 erwähnt ist. Die Burg, in der es auch ein Restaurant gibt, wurde von der autonomen Provinz Bozen erworben und zum Teil restauriert.
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Erster Tag
Bozen: Besondere Route

Abend
Aperitif mit kleinen Häppchen inmitten der bezaubernden „Kaufmannsatmosphäre" der Laubengasse. In einem schön restaurierten Palast aus dem 15. Jh. mit der Hausnummer 30 ist das Assenzio zu Hause, in dessen bis spät nachts geöffneten Kellerräumen häufig Bands, Künstler, Kabarettisten oder DJs auftreten.
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 Bozen

Landschaft in der Umgebung von Bozen





 
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Besondere Route
Zweiter Tag

Vormittag
Natur pur in unberührter Landschaft und mit atemberaubendem Blick auf die berühmtesten Gipfel der Alpen, den Rosengarten und den Latemar. Die Dolomitenstrasse, die von 1895 bis 1909 erbaut wurde und damit eine der ersten Touristenstrecken der Welt darstellt, verbindet Bozen mit Cortina d'Ampezzo. Der erste Abschnitt führt von Bozen durch das Eggental bis zum Karerpass. Das Gebiet lohnt auch im Winter einen Besuch, am besten mit Ski (oder Skischuhen) an den Füssen oder einem Snowboard unter dem Arm. Hier gibt es 70 km Skipisten, einige davon mit Flutlicht. Von Bozen aus geht es auf der Brennerstrasse SS12 in südöstlicher Richtung, um nach 3 km auf die SS 241 Richtung Eggental abzubiegen. Hier öffnet sich der herrliche Taleingang mit einer engen Schlucht, die in den roten Felsen geschnitten ist. Die kleine Ortschaft Karneid wird vom turmbewehrten Schloss Karneid beherrscht, das auch von Bozen aus sichtbar ist. Das Schloss befindet sich in einer strategisch besonders günstigen Lage, da es von seinem Felsen herab gleichzeitig den Zugang zum Eggental und die Strasse zum Brenner überblickt. Der älteste Teil der Burg stammt aus dem 13. Jh.. Sehr sehenswert ist der beeindruckende Triumph des Todes, eine Freske aus dem 14. Jh. in der Kapelle. In der Ortschaft Birchabruck teilt sich dann der Weg: eine Strasse führt in das „deutsche" Deutschnofen (10 km) und nach Obereggen (7 km), dem bekannten Skiort am Fusse des Latemar, während die Hauptstrasse SS 241 in das „italienische" Welschnofen (5 km) führt. Hier kann man sich bei guter Hausmannskost auf der Bergalm Moser Hof oder im Restaurant Rosengarten stärken.
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Zweiter Tag
Bozen: Besondere Route

Nachmittag
Am Fusse des Rosengarten gegenüber des Latemar liegt Welschnofen, das im Winter ein beliebter Skiort ist und auch im Sommer wegen der zahlreichen Wanderwege viele Touristen anzieht. Der bekannteste Weg führt zum vielleicht schönsten Fleckchen der Gegend, dem malerischen Karersee, in dessen kristallklarem Wasser sich die Gipfel des Latemar und die umliegenden Wälder spiegeln. Weiter bergauf auf der SS 241 gelangt man zum Karerpass, von dem aus man einen wundervollen Ausblick vom Rosengarten bis zum Latemar und vom Fassatal bis zur Marmolada hat. Vom Pass aus geht es hinab ins Fassatal, das zum Trentin gehört.
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Südtiroler Apfelstrudel

 
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Zweiter Tag
Bozen: Besondere Route

Abend
Zum Abschluss geht es in eine urgemütliche Bierstube, in der drei selbst gebraute Biersorten angeboten werden. Die Rede ist von der Bierstube Hopfen & Co. Zur Weihnachtszeit sollte man sich hier auf keinen Fall das Weihnachtsbier entgehen lassen. Zum Bozner Bier schmecken am besten die rustikalen Gerichte der regionalen Küche, wie Knödel, Schweinshaxen und Speck. Und zum Schluss noch ein leckerer Apfelstrudel.
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