Discoveritalia.it - Il portale turistico di Istituto Geografico De Agostini Costiera Amalfitana - dintorni di Positano
 
Donnerstag 9. September 2010 















Aosta
Besondere Route
Aosta ist auch die Stadt der Türme. Diese sind zwar nicht so bekannt wie die von San Gimignano in der Toskana, aber sie sind nicht weniger beeindruckend. Sie dienen als Befestigungselement für die römischen Stadtmauern. In einigen finden heute Ausstellungen statt. Die Besichtigung der noch erhaltenen Türme, die im Mittelalter als städtischer Wohnsitz hiesiger Adliger dienten, lässt sich wunderbar mit einer Erkundungstour zu den bekannten Burgen im Aostatal verbinden. Diese liegen entlang der alten Hauptstrasse, die seit Urzeiten Italien und Frankreich über den Sankt Bernhard verbindet. Auf Felsen und Anhöhen erbaut, sollten sie Macht ausstrahlen oder zum Eintreiben von Wegegeldern und Zöllen dienen. Sie präsentieren sich in grosser architektonischer Vielfalt, von der Märchenburg über akribisch restaurierte Festungen bis hin zu romantischen Ruinen.

Erster Tag
Eine Tour der Türme entlang der römischen Befestigungsmauer. Ausgangspunkt ist die Porta Praetoria, dann geht es zum Tour Fromage, zum Torre dei Balivi und schliesslich zum Tour Neuve.
 
Die Südseite der Stadtmauer: Torre del Lebbroso, die Burg Bramafan und der Tour du Pailleron.
 
Abendessen im stimmungsvollem Ambiente einer alten restaurierten Getreidemühle.
Zweiter Tag
   
Nur wenige Kilometer vor der Stadt finden sich berühmte Burgen und Residenzen aus dem Mittelalter. Wer in vergangene Zeiten eintauchen möchte, kann in Fénis und Ussel starten.
 
Besichtigung der Burgen von Verrès und Issogne. Krönender Abschluss in Arnad bei Wein und Speck.
 
Abendessen in einem umgebauten alten Palazzo in der Altstadt. Danach ein Bummel durch die römischen Ruinen der Thermen und des Theaters.



 NACHBARSCHAFTEN
 


 
 Aosta

Turm der Leprakranken

Römische Stadtmauer

Römische Ruinen

 
 
 
Besondere Route
Erster Tag

Vormittag
Die römischen Stadtmauern des alten Aosta kann man wohl durchaus als standhaft bezeichnen – ein Grossteil der Mauer blieb bis in die heutige Zeit erhalten. Die mit 20 Türmen bestückte Mauer sollte neben ihrer Befestigungsfunktion den städtischen Bereich nach aussen hin repräsentativ abgrenzen. Im Mittelalter war es üblich, dass die Adelsfamilien Häuser und Burgen angelehnt an die soliden alten Stadtmauern bauten. Viele Schutzwälle wurden zu feudalen Wohnsitzen umfunktioniert und einige der Türme wurden aufgestockt und unter Verwendung der äusseren Verkleidung der Befestigungswerke umgebaut. Eine „Tour der Türme"" könnte am Hauptstadttor zur antiken römischen Kolonie, der Porta Praetoria, starten. Links von hier steht der romanische Turm der Signori di Quart. Diese bullige Residenz aus dem 12. Jh. mit quadratischem Grundriss gehörte der Familie Quart. Hier wurde auch der Wegezoll für die in die Stadt eingeführten Waren erhoben, der an den Bischof von Aosta ging. Im Parterre finden Fotografie- und Gemäldeausstellungen statt. Danach geht es rechts in den römischen archäologischen Park und entlang der Mauer weiter zum viereckigen Tour Fromage mit zwei unregelmässigen Fensterreihen. Seinen Namen erhielt er von der Familie niederen Adels (Du Fromage), die den Turm im 12. Jh. erbauen liess. Vor dem Turm hebt sich das römische Theater ab. Hier finden Ausstellungen und Messen statt. Weiter an der Mauer entlang stösst man hinter dem Kloster Santa Caterina aus dem 13. Jh. an der nordöstlichen Ecke des Befestigungsgürtels auf den Tour du Baillage, auch Torre dei Balivi genannt. Der Turm wurde von der Adelsfamilie De Palatio errichtet und 1263 durch die Savoyen erworben, die hier den Wohnsitz des Landvogts, ihrem Repräsentanten im Tal, einrichteten. Nach weiteren Erweiterungen beherbergte der Turm auch das Gericht und Gefängnis, das hier noch bis vor ca. 20 Jahren anzutreffen war. Ein Mittagessen begleitet von den besten Weinen des Aostatals lässt sich in der Vinothek Enoteca regionale ad Forum einnehmen, wenn man an der Mauer entlang weiter bis zur Piazza vor der Kathdrale weitergeht.
 NACHBARSCHAFTEN
   
   
 



Altstadt von Aosta

Torre Pailleron

 
 
Erster Tag
Aosta: Besondere Route

Nachmittag
Über die Via de Sales kommt man in die Via Croix de Ville, danach geht es rechts in Richtung Piazza Roncas. Von hier geht die Via Tourneuve ab, die entlang der Mauer bis zur nordwestliche Ecke der Befestigungsanlage verläuft und dann auf den Tour Neuve trifft. Der im 13. Jh. auf einem quadratischen römischen Fundament errichtete zylindrische Turm hat im Laufe der Zeit mehrmals den Besitzer gewechselt. Er fungierte auch mal als Kapelle des San Salvatore. Heute ist lediglich der Turm erhalten, der leicht nach Westen geneigt ist. Es wurden an dieser Stelle jedoch Überreste einer antiken Festung gefunden. Entlang der westlichen Stadtmauer und vorbei an der monumentalen Piazza della Repubblica, die von den Faschisten erbaut wurde, gelangt man zum Torre del Lebbroso. Der Turm ist von 9.30 -12.30 und 14.30 -18.30 Uhr geöffnet. Er wurde auf den Grundmauern eines römischen Bollwerks im Mittelalter errichtet. 1773 wurde hier das Krankenhaus für Leprakranke eingerichtet. An der südlichen Mauerseite befindet sich nicht weit entfernt der Turm bzw. die Burg Bramafam. Das aus dem 11. Jh. stammende Bauwerk liegt heute inmitten eines öffentlichen Parks. Es war früher Residenz der Vizegrafen von Savoyen. Sein Name könnte sich von einem Spruch aus dem Französisch-provenzalischen ableiten, der in etwa „vor Hunger schreien" bedeutet, da sich das Volk in Hungerszeiten vor dem Turm versammelte und Essen forderte. Am Fundament sieht man noch die römischen Mauern, auf denen der Turm errichtet wurde. Weiter an der südlichen Seite der Stadtmauer entlang kann man nach der Piazza della Stazione auf der rechten Seite den Tour du Pailleron bewundern, der im Wesentlichen noch in seinem Originalzustand erhalten ist. Seinen Namen trägt er, weil er lange Zeit als Scheune genutzt wurde. Ende des 19. Jh. wurden Restaurationsarbeiten durchgeführt, um durch einen Brand verursachte Schäden zu beheben.
 NACHBARSCHAFTEN
   
   
 

Fondue nach Art des Aostatals

 
 
Erster Tag
Aosta: Besondere Route

Abend
Ein Abendessen in einem wirklich stimmungsvollen Ambiente: Das Vecchio Ristoro ist in einer alten restaurierten Mühle untergebracht. Ein Tipp: Man sollte einen Tisch in dem Saal mit Blick auf das Wasserrad reservieren lassen. Die Küche ist klassisch und traditionell mit einigen Bravourstücken wie das Marbré di Bollito mit grüner Sauce und Fagottini mit Ragout und Erbsencreme. Ebenfalls ein Original ist das Sorbet von Vin Brulée, das in einer kleinen hölzernen Schale, der so genannten Grolla, serviert wird.
 NACHBARSCHAFTEN
   


 
 Aosta

Die Burg von Fenis

Turm der Burg von Fenis

 
Anfang
 
 zunächst
 
Besondere Route
Zweiter Tag

Vormittag
Im Mittelalter war das Aostatal sehr reich, da hier Waren, Menschen und Verkehr durchkamen. Das Tal hat sich wie wenige andere Gebiete seine Geschichte bewahrt, die sich auf besonders faszinierende Weise in den zahlreichen Burgen widerspiegelt, die hier bis heute erhalten sind. Die architektonisch äusserst vielfältigen Burgen finden sich entlang des Flusslaufs der Dora und der heutigen Bundesstrasse 26. Fährt man auf der SS 26 von Aosta in Richtung Süden, stösst man zuerst auf die bekannteste aller Burgen, die zudem noch perfekt erhalten ist: die Burg von Fénis. Sie liegt 17 km von Aosta entfernt und ist ein gutes Beispiel einer Festung, die gleichzeitig herrschaftliche Residenz war. Weiter in Richtung Süden kann man in Chambave die beeindruckenden Ruinen der mittelalterlichen Burg von Cly bestaunen, die über dem Ort auf einem Hügel der Ortschaft St. Denis thront. Nach weiteren 3 km in Richtung Châtillon erwarten einen dann gleich zwei Burgen: Zum einen die stimmungsvollere Burg von Ussel, die 2,5 km südlich vom Ort auf einem Felsvorsprung rechts der Dora Baltea steht, und die Burg der Ortschaft über der Pfarrei, wo noch Fresken aus dem 15. Jh. erhalten sind. Am Wochenende bietet sich im Dorf das Restaurant Privé et Parisien (Ortschaft Panorama 1/A) zum Mittagessen an, wo man auch den typischen Prosciutto di Bosses probieren kann.
 NACHBARSCHAFTEN
   
   
 

Fresken in der Burg von Issogne

Detailansicht der Burg von Verrès

 
Anfang
 vorherg.
 zunächst
 
Zweiter Tag
Aosta: Besondere Route

Nachmittag
Weiter auf der Bundesstrasse 26 entlang kommt man ca.16 km nach dem Felsabsatz von Montjovet nach Verrès – das römische Vitricium. Dieser Ort ist seit Urzeiten besiedelt, da er an der Strasse nach Frankreich und der ins Ayastal liegt, von wo man alle Transporte und Reisenden gut überwachen konnte. Die majestätische Burg von Verrès dominiert den Ort. Der würfelförmige Bau ist allerdings wegen Renovierung noch bis September 2006 geschlossen. Auf der anderen Seite der Dora, liegt nicht weit entfernt die an einen Renaissance-Palast erinnernde Burg von Issogne. Die Tagestour endet in Arnad, der Heimat des berühmten Specks und des Rotweins Arnad-Montjovet. Die Ruinen einer Burg aus dem 12. Jh. ragen hier mitten zwischen Weinhügeln empor.
 NACHBARSCHAFTEN
   
   
 

Crespelle

 
Anfang
 vorherg.
 zunächst
 
Zweiter Tag
Aosta: Besondere Route

Abend
In der Altstadt liegt in einem alten renovierten Palazzo das Restaurant Le Pèlerin Gourmand. In gemütlichem Ambiente werden hier gehaltvolle Gerichte wie Animelle in Weisswein und Maccheroni mit Wirsing und Bratwurst, aber auch leichtere Speisen mit Fisch serviert. Die Auswahl beim Wein ist gross, auch im offenen Ausschank. Für den Abend sollte man im Fremdenverkehrsbüro Aosta (AIAT) einen Blick in das Musikprogramm werfen: Das Angebot ist oft reichhaltig, angefangen bei wichtigen Namen der internationalen Szene (wie z. B. anlässlich der internationalen Festivals für Orgelkonzerte oder Kammermusik), bis hin zu Sängern traditioneller Volksmusik. Aber die originellste Veranstaltung ist sicherlich das internationale Stummfilmfestival, das hier im August stattfindet und mit Livemusik unterlegt wird.
 NACHBARSCHAFTEN