Der zweite Tag ist einem erholsamen Ausflug nach
Alviano vorbehalten, ein mittelalterlicher Ort, der 30 km von Orvieto entfernt liegt. Wenn man durch das Dorf spaziert, so fällt dem Besucher zuerst das antike
Schloss auf, das auch Rocca genannt wird und das im 16. Jahrhundert von dem Herren des Lehns von Alviano wieder aufgebaut wurde. Auch die Kirche Santa Maria Assunta aus dem 15. Jahrhundert ist ein kleines Juwel, das man nicht versäumen sollte. Wenn man sich Anfang des Jahres dort aufhält, so kann man in der Nacht zum 6. Januar an einer seltsamen und antiken lokalen Tradition teilnehmen: sobald es dunkel wird, zieht die Alte durch die Strassen und wird dabei von einer Gruppe von Sängern begleitet, die Spenden sammeln, die laut der Tradition dazu dienen, eine Messe für die Seelen im Fegefeuer zu zelebrieren. Aber Vorsicht: die Alte ist nicht die „Befana", sondern ein als Frau verkleideter Mann, der die Tradition, die antiken sozialen Diskriminierungen der Frau symbolisiert und natürlich den Übergang von einem Teil des Jahres zum anderen. In der Nähe des Ortes sind die Überreste von römischen Gebäuden interessant, darunter in Alviano Scala, Ortsteil Popiliano, eine B>
römische Villa mit einem Mosaikfussboden, die dem Römer Popiliano gehörte, der Rom nach dem Krieg zwischen Marius und Silla verlassen hatte, um sein Domizil in Umbrien aufzuschlagen.