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Samstag 11. September 2010 















Bozen
Moderne Route
Ein Besuch der Grünanlagen der Stadt, zwischen Weinbergen und Parks, und der „neuen Theater- und Kulturstadt", in der zahlreiche, von angesehenen zeitgenössischen Architekten entworfene neue Gebäude stehen. Wer sich auch die Umgebung anschauen möchte, gelangt mit den städtischen Seilbahnen schnell und bequem auf die umliegenden Hochebenen, im Sommer mit Wanderstiefeln an den Füssen, im Winter mit Ski oder Snowboard unter dem Arm. Zwischen Weinbergen, Schlössern und hübschen kleinen Ortschaften mit ausgezeichnet erhaltenen historischen Stadtkernen verläuft die berühmte Weinstrasse, eine der ersten ihrer Art in Italien. Sie führt von den Weinbergen um die Stadt durch die herausragendsten regionalen Anbaugebiete an der Etsch entlang nach Süden.

Erster Tag
Nach einem kurzen Besuch bei Ötzi, der Gletschermumie, führt der Spaziergang durch die Weinberge und Parks der Stadt oder mit einer der drei Seilbahnen zu den umliegenden Hochebenen, die das ganze Jahr über einen Abstecher wert sind.
 
Neue Gebäude zwischen Architektur und Kultur: von der einfachen und nüchternen Erweiterung der Universität bis zum zukünftigen Museion und dem Neuen Stadttheater von Zanuso.
 
Aperitif und Abendessen in einem netten und ungezwungenen Lokal, das von jungen Leuten besucht wird.
Zweiter Tag
   
Auf der 42 Kilometer langen Weinstrasse gibt es exzellente Tropfen in den lokalen Weingütern und malerischen kleinen Ortschaften zu kosten, in denen die jahrtausendealte Weinbautradition überall spürbar ist.
 
Von Terlan bis Salurn, der letzten Etappe auf unserer Tour durch die sieben Gemeinden der Weinstrasse.
 
Den Ausflug entlang der Weinstrasse kann man bei heissen Rhythmen in einer bekannten Diskothek ausklingen lassen. Wer in der Stadt zu Abend essen möchte, kann das in einem neu eröffneten Bistro oder in einer klassischen Südtiroler Bierstube tun.



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 Bozen





 
 
 
Moderne Route
Erster Tag

Vormittag
Bozen ist eine grüne Stadt mit schönen Parks und Grünanlagen. Auch die Weinpflanzungen, die auf den Südtiroler Böden schon immer besonders gut gediehen, wurden nicht aus den Stadtmauern verbannt, die ohnehin bereits im 13. Jh. abgerissen wurden, um Platz für den blühenden Handel zu schaffen. So wird noch heute im Stadtgebiet auf über 500 Hektar Wein angebaut, der ein Zehntel der regionalen Weinerzeugung ausmacht. Diese Besichtigungstour durch die Grünanlagen der Stadt beginnt mit dem schönen Klostergarten der Kapuzinerkirche. Weiter geht es über die Goethestrasse zur zentralen Laubengasse, dem historischen Herzen der Stadt. Auch für einen Besuch des Südtiroler Archäologiemuseums sollte man sich Zeit nehmen, wo man einen Blick auf Ötzi werfen kann, der Mumie eines vor 5000 Jahren im Eis des Similaungletschers eingefrorenen Mannes. Links über den Obstmarktplatz geht es zu den Talferwiesn, der „grünen Lunge" der Stadt, die sich mit Parkanlagen, Wiesen, Promenaden und Radwegen am Ufer der Talfer entlangzieht. In nördliche Richtung gelangt man nach einem kurzen Spaziergang zum Schloss Maretsch, das von malerischen Weinbergen umgeben ist. Weiter am Fluss entlang nimmt auf Höhe der St.-Antonius-Brücke die Oswaldpromenade ihren Ausgang, die nach St. Magdalena führt, einer malerischen kleinen Ortschaft inmitten der Weingüter, von der der lokale Wein seinen Namen hat. Sehenswert ist die ausgezeichnete Weinkellerei der Winzer von St. Magdalena (Brenner-Str. 15). Über die Talferbrücke führt der Rundgang weiter durch die in den 30er Jahren errichteten Stadtviertel bis nach Gries, das früher ein Luftkurort war und wo verschiedene berühmte Spazierwege ihren Ausgang nehmen. Hier kann man gemütlich im Da Abramo zu Mittag essen. Wer die Stadt ganz hinter sich lassen und in die umliegende Natur flüchten möchte, kann dies mit einer der drei Bozner Seilbahnen tun, die sich auch im Winter anbieten, wenn man einen Blick auf die verschneite Märchenlandschaft werfen oder zum Ski- oder Eislaufen auf die Pisten fahren möchte.
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Domportal





 
 
Erster Tag
Bozen: Moderne Route

Nachmittag
Bei einem kleinen Abstecher in das Stadtzentrum geht es zu verschiedenen modernen Gebäuden, die in den letzten Jahren erbaut wurden oder sich noch im Bau befinden. Über die Talferbrücke kehrt man dann zurück in die Altstadt über den viel besuchten Markt auf dem Obstmarktplatz und in die Goethestrasse. Rechts geht die Leonardo-da-Vinci-Strasse ab, die mit ihren Geschäften und Boutiquen zu einem Einkaufsbummel einlädt. Wer in die Sernesistrasse einbiegt, steht vor dem Gebäude aus dem 19. Jh., in dem die Freie Universität Bozen und das Museion untergebracht sind, das Museum für moderne und zeitgenössische Kunst, das erst vor kurzem auf schlichte und nüchterne Weise restauriert wurde. Über die Hospitalstrasse gelangt man schliesslich in die Dante-Strasse. Hier kann man einen Blick auf die Arbeiten am neuen Sitz des Museions am Talferufer werfen, ein einfacher Würfel mit einer vollständig transparenten Fassade, durch die man in das Museum hineinschauen kann. Die Entwürfe zum neuen Museum stammen vom Berliner Architekturbüro KSV. Rechts von der Dante-Strasse geht die Marconi-Strasse ab, die zum Verdiplatz mit dem Neuen Stadttheater führt, das erst vor kurzem nach Entwürfen von Marco Zanuso erbaut wurde. Das zweigeteilte Gebäude mit zwei Kellergeschossen und sechs Stockwerken umfasst im höheren Teil den Szenenturm mit der Bühne und den Maschinen zur Bewegung des Probesaals. Im anderen Teil sind das Parkett, das Proszenium, der Theatereingang und ein Mehrzwecksaal untergebracht. Hier wird stets ein interessantes und vielseitiges Theaterprogramm geboten.
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Erster Tag
Bozen: Moderne Route

Abend
Aperitif und Abendessen (zum Beispiel mit Couscous, der für diese Breitengrade recht ungewöhnlich ist) auf dem Obstmarktplatz 43 bei Nada Màs: junges Publikum, bunt zusammengewürfelte Stühle und häufige Ausstellungen lokaler Künstler. Für einen Cocktail in einer Trend-Bar empfiehlt sich das Walther's (Waltherplatz, Sonntag Ruhetag). Wer dagegen mehr Trubel mag, sollte in die Marconi-Strasse ins Cafè Latino gehen, wo oft originelle Themenabende organisiert werden (wie die Beach-Party mit Sand und Badeanzügen im Winter oder die Christmas-Party im Sommer).
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 Bozen

Skipisten in der Umgebung von Bozen





 
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Moderne Route
Zweiter Tag

Vormittag
Das Etschtal ist ein bekanntes Weinbaugebiet inmitten der Berge, das sich wegen seiner relativ milden Temperaturen und sonnigen Lagen ausgezeichnet für den Anbau hochwertiger Rebsorten eignet, vor allem an den Westhängen. Der Weinbau hat hier eine lange Tradition, die bereits vor dem Eintreffen der Römer gepflegt wurde. Die heutige Rundfahrt führt auf der klassischen, 42 km langen Weinstrasse, die in den 60er Jahren angelegt wurde, durch sieben Gemeinden und eine wundervolle Landschaft, die im Herbst von den gefärbten Blättern der Weinstöcke sowie der Lärchen, Buchen und Ahornbäume in flammende Gelb- und Rottöne getaucht wird. Die grossartigen Weine der Gegend lassen sich in einem der zahlreichen Weingüter entlang der Strasse probieren, zusammen mit den schmackhaften Gerichten der regionalen Küche. In der Umgebung von Bozen gibt es ausserdem viele Burgen und Residenzen örtlicher Adelsfamilien, die eng mit dem Weinbau in Verbindung stehen. Von Bozen aus geht es auf der SS42 nach Eppan an der Weinstrasse (5 km) mit seinen Burgen und Adelspalästen. Von hier aus sind es nur 10 km bis nach Kaltern an der Weinstrasse, bekannt für den See und die schöne Altstadt mit einem sehenswerten Weinmuseum. Nun geht es von der Bundesstrasse ab und weiter nach Tramin an der Weinstrasse (25 km), Heimat des berühmten Gewürztraminers und malerische Ortschaft mit gepflasterten Strassen und Anwesen des hiesigen alten „Weinadels". In dieser Gegend gibt es zahlreiche Vinotheken, Pubs und als „Buschenschank" bezeichnete Lokale, in denen Hausmannskost und Wein serviert werden, so dass es nicht schwer fällt, ein Plätzchen zum Mittagessen zu finden. Selbstverständlich gibt es auch elegante Restaurants, wie zum Beispiel den Schneckenthaler Hof mit seiner familiären Atmosphäre. Für einen schnellen Imbiss wie beispielsweise ein leckeres Gulasch empfiehlt sich das zentrale S'Platzl.
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Typische Almhütten in der Gegend um Bozen





 
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Zweiter Tag
Bozen: Moderne Route

Nachmittag
Nächste Etappe ist Kurtatsch an der Weinstrasse, eine malerische kleine Ortschaft inmitten von Weinbergen und Obstanlagen (4 km). Wer sich ein wenig die Beine vertreten möchte, hat hier die Qual der Wahl. Von der Ortschaft führen zahlreiche Wege durch die Weingüter und Mischwälder bis nach Penon, Graun und den Fennberg (1000-1200 m), von wo aus man einen wundervollen Ausblick hat. Die Gemeinde hat ausserdem einen originellen Weinpfad angelegt, der auf einer 1,5 Kilometer langen Strecke durch die Weinberge die bekannten und weniger bekannten Geheimnisse von Reben und Wein schildert. Von Kurtatsch aus geht es weiter nach Margreid an der Weinstrasse (3 km). Beim Augustinerhaus in der Grafengasse kann man die älteste Rebe Südtirols bewundern, die angeblich aus dem Jahr 1601 stammen soll. Sehenswert ist auch die hübsche kleine Altstadt mit ihren Renaissancepalästen mit den malerischen Eingängen, denen Margreid ihren Beinamen „Stadt der Portale" zu verdanken hat. Der Baustil der Häuser wird in der für die Gegend so typischen Sprachmischung als „Überetscher Stil" bezeichnet und verbindet in harmonischer Weise Elemente der deutschen Gotik mit Einflüssen der italienischen Renaissance. „Auf italienische Art" gestaltete Türme, Erker und Balkone sind das Markenzeichen dieses wohl einzigartigen Stils. Zurück auf der Strasse erreicht man nach wenigen Kilometern das winzige Kurtinig an der Weinstrasse, das im Frühjahr während der Obstbaumblüte von einem weiss-rosa Farbenmeer umgeben ist. An St. Martin (11. November) findet hier das traditionelle Dorffest mit Spielen, Aufführungen und gebratener Ente für alle statt. Seit einigen Jahren wird hier auch ein exzellenter Schaumwein erzeugt. Letzter Halt auf unserer Rundfahrt ist Salurn (10 km), zu dem man durch den als „Salurner Klause" bezeichneten Engpass gelangt und das von der malerischen Burgruine beherrscht wird. Salurn bildet die Grenze zwischen den Sprachgebieten von Trentin und Südtirol. An Pfingsten findet hier ein grosses Dorffest unter den Bogengängen in der Altstadt statt.
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Knödel

 
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Zweiter Tag
Bozen: Moderne Route

Abend
Gegen Abend endet die verzweifelte Suche nach einem offenen Lokal in der gemütlichen Südtiroler Bierstube Hopfen & Co, die drei verschiedene Biersorten selbst braut. Unter der Woche kann man abends auch auf dem Hof einer Fabrik für Baumaterial essen, wo vor kurzem das Bistro Reinisch (Schlachthofstrasse) eröffnet wurde, das seinen Gästen eine grossen Auswahl an lokalen Weinen (vor allem St. Magdalena) sowie typische Südtiroler Fleischgerichte, Leberknödel in der Brühe oder Gemüsestrudel mit Tomaten bietet. Wer dagegen noch ein bisschen auf der Weinstrasse verweilen möchte, kann den Abend auf der Tanzfläche der Diskothek Zoom in Auer fortsetzen, das am anderen Ufer der Etsch in der Nähe von Terlan liegt.
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