Die Weine aus dem Aostatal zeichnen sich durch ihre Qualität aus. Die extremen klimatischen Bedingungen bringen einen eher kleinen, dafür aber hervorragenden Ertrag hervor – so gut, dass viele Weine das DOC-Siegel tragen. Daher lohnt ein Besuch der Heimat dieser Wunderreben aus den Bergen, die auf jahrhundertealten Kenntnissen und Bemühungen beruhen. Die Reben ranken sich an den Bergterrassen empor, um das hier vorhandene bisschen Wärme voll auszuschöpfen. Die
Route des vins des Aostatals schlängelt sich auf 45 km durch den mittleren Teil des Doratals. Von dem geschützten und gut kultivierten Becken um Saint-Vincent geht es zum Abschnitt von Châtillon. Dieser Bereich ist von der Sonne verwöhnt und trocken, so dass hier mediterrane Arten wachsen. Nach der Ebene um Aosta, wo das Tal am weitesten ist und von Weinhügeln umringt liegt, geht es in die Weiden und Wälder, die sich mit den Weinhügeln nördlich von Sarre abwechseln. Weitere Etappen: die Baumschulen auf dem Kämmen von Saint-Nicolas, die Terrassen bei Arvier – auch Enfer genannt, da sie von der Sonne so sehr verwöhnt werden, dass hier im Sommer sengende Hitze herrscht. Nach dem Besuch der Genossenschaften
Cantine Sociali des Tals kann man zum Mittagessen nach Aosta zurückkehren und dort in der Vinothek Enoteca regionale ad Forum beste Weine der Region zusammen mit lokalen Gaumenfreuden geniessen. In der Stadt lohnt auch ein Abstecher in das Institut Agricole Régional, ein landwirtschaftlicher Lehrbetrieb, wo Wein, Käse und Obst produziert bzw. angebaut werden, die je nach Saison hier verkauft werden. Hier werden auch einige experimentelle Weinberge betrieben, um alte Rebsorten aus dem Tal zu bewahren.