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Freitag 30. Juli 2010 















Lecce
Klassische Route
Die Architektur von Lecce drückt sich durch die extravagante und überschäumende Sprache des Barocks aus, vom dem die Stadt das Symbol par Excellanze ist. Lassen wir uns von der Schönheit der reichen Verzierungen der Kirchen und Palazzi erobern. Und dann entdecken wir die römische Seele der Stadt durch die grössten Monumente, und dann die normannische, die byzantinische und die spanische. Lecce hört nie auf, einen zu beeindrucken: mit den Riten und der Folklore, einer Vergangenheit, die in der Gegenwart weiter lebt.

Erster Tag
Der Reichtum und die Extravaganz des Barock in den Kirchen von Lecce, wenn das Heilige auf das Profane trifft
 
Die überschäumenden Verzierungen der Adelspaläste: Putten, Karyatiden, Blumen und Volkssymbole
 
Der Geruch und der Geschmack der gastronomischen Tradition von Lecce, die man in einem der berühmtesten Restaurants entdecken kann: das Picton
Zweiter Tag
   
Lecce, die Stadt der Messaper und der Römer: die Kellergewölbe Palmieri, das Amphitheater, die Säule des Heiligen Oronzo
 
Eine Alternanz von Dynastien und Kronen, die in der Stadt zahlreiche Symbole hinerlassen haben
 
Eine Aufführung im berühmten Teatro Paisiello, dann Abendessen im Plaza mit den Spezialitäten der traditionellen Küche
Dritter Tag
   
Die Kunst und die Geschichte der Stadt, die man durch einen Besuch in den Museen und Pinakotheken kennen lernt.
 
Riten, Kostüme und Traditionen sind auch heute noch ein wichtiger Teil der Identität der Stadt
 
Atmospären aus vergangenen Zeiten beim Abendessen in einem antiken Schloss, um den wahrhaftigen Geschmack der Küche des Salento zu entdecken



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 Lecce

Kiche Santa Croce - Lecce

Statue von Sant'Oronzo - Apt Lecce

Glockenturm des Doms - Lecce

 
 
 
Klassische Route
Erster Tag

Vormittag
Der Stil par Excellence des 17. Jahrhunderts mit seinen unregelmässigen Formen, dem Überfluss von Elementen, den überschäumenden und extravaganten Linien ist eine immer wiederkehrende Sprache in den Monumenten der Altstadt von Lecce, die barocke Stadt überhaupt. Eine Schönheit, die einen sehr beeindruckt und dadurch von hervorgehoben wird, dass man den sehr geschmeidigen und warmen Stein Pietra Leccese benutzte, der von den Handwerkern der damaligen Zeit fein ziseliert wurde. Lassen wir uns von diesen wunderbaren Formen gefangen nehmen und beginnen wir unseren Rundgang durch die Stadt bei der Kirche Santa Croce, Symbol des lecceser Barocks, an der drei berühmte Architekten arbeiteten: Gabriele Riccardi, Cesare Penna und Francesco Antonio Zimbalo. Wir bewundern die Fassade mit ihren vielen Elementen, Menschenfiguren, Tieren, Pflanzen, heiligen Statuen und der wunderbaren Rosette, in der sich Granatäpfel, Trauben, Cherubinen, Allegorien der Jahreszeiten mit dem Rad abwechseln, das das Leben symbolisiert. Wir gehendem der Via Vittorio Emanuele weiter und besichtigen die Kirche del Gesù, die wegen des Hauptaltars von Giuseppe Cino berühmt ist, einer der berühmtesten Architekten des Barock gemeinsam mit Zimbalo. Dann begeben wir uns auf die Piazza Sant'Oronzo, die ihren Namen von der Statue des Schutzheiligen der Stadt hat, die auf der Säule steht, die 1666 auf der Piazza errichtet wurde. Hierauf geht auch die Kirche delle Grazie mit den beiden Tympanons, eines kurvig und das andere dreieckig, während sich nicht weit davon entfernt die Kirche Sant'Irene befindet, die bei den Einwohnern von Lecce als Kirche der Teatini bekannt ist und einige beachtliche barocke Altäre enthält. Nicht vergessen können wir den Dom und seinen wunderbaren Glockenturm. Die Kirche, anderen Bau Zimbalo arbeitete, zeigt zwei Fassaden: eine laterale mit reichen Ornamenten, und eine frontale, die nüchterner ist und auf die Piazza geht. Von dem gleichen Architekten ist auch die Kirche del Rosario, die wir am Ende der Via Libertini finden.
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Ein Kapitell von Palazzo Adorno - Apt Lecce

Palazzo Adorno - Apt Lecce

Der Brunnen im Palazzo del Seminario - Lecce

 
 
Erster Tag
Lecce: Klassische Route

Nachmittag
Das Barock von Lecce, das so reich an populären Symbolen ist, findet einen wunderbaren Ausdruck in den zivilen Gebäuden, den Adelspaläste, auch wenn weniger prachtvoll als bei den Kirchen. Die Formen haben ihrer Ursprung beim Volk, das seine Wurzeln in der Kultur des Mittelmeeres hat und bieten Obstschalen, Füllhörner, sinnlichen oder grotesken Formen oder Symbols der Fruchtbarkeit der Erde. Ein berühmtes Beispiel ist der Palazzo Loffredo Adorno, in der Via Umberto I, gegenüber der Kirche Santa Croce, der durch den eleganten Hof in Loggia-Form gekennzeichnet wird. Ebenfalls in der Via Umberto I können wir auch den Palazzo dei Celestini von 1695 sehen, der eine komplexe Fassade zeigt, auf der sich zwei Ordnungen von Fenstern zeigen, die von Rahmen mit reichen Verzierungen umgeben sind. Wertvoll und fein bearbeitet ist auch das Portal des Palazzo Leccio in der Via Libertini, während die zweibogigen Fenster von Palazzo Paladini in der Via Principe di Savoia von Zimbalo sind. Wenn wir auf die kleine Piazza Falconari gehen, können wir die Karatyatiden von Palazzo Marrese sehen, die von Voluten umgeben das Portal einrahmen. Das Werk eines anderen grossen Architekten, Giuseppe Cino, ist hingegen das Kapitell des Portals von Palazzo Mettola, mit Engeln und Blumenverzierungen. Ein wichtiges Zeugnis des Barock ist auch das Castello di Carlo V, das zwar einen älteren Ursprung hat, aber eine Fassade aufweist, die von Gian Giacomo dell'Acaja (er starb im Gefängnis des Schlosses) nach dem Diktat diese prächtigen und überschäumenden Stil umgestaltet wurde. In diese Liste kann man auch den Palazzo del Seminario einfügen, der als eines der besten Ergebnisse des Barocks von Lecce gilt und von Giuseppe Cino gestaltet wurde, der ihn mit Verzierungen und Säulen verschönte. Und vergessen wir nicht, dass sich im Hof des Palazzo der berühmte fein behauene Brunnen befindet.
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Ristorante Picton - Lecce

 
 
Erster Tag
Lecce: Klassische Route

Abend
Stil und Raffinesse im Zeichen des Geschmacks des Mittelmeeres sind Elemente, die man bei Picton findet, eines der berühmtesten Restaurants von Lecce. Zur wahrhaftigsten gastronomischen Tradition gesellt sich die Phantasie des Chefkochs, der einige der grossen Klassiker der Küche von Lecce neu auflegt. Einen Besuch verdient auch die Weinstube, in der man eine reiche Auswahl von lokalen Weinen und berühmte nationale Etiketten findet.
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 Lecce

Amphitheater - Apt Lecce

Die Ruinen des Amphitheaters - Lecce

Teatro Romano - Apt Lecce

 
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Klassische Route
Zweiter Tag

Vormittag
Die Ursprünge Lecces sind sehr alt und gehen auf die Messaper zurück, wie einige Gräber und Grabgegenstände bezeugen, die auf das 5.-4. Jahrhundert v.Chr. zurückgehen und die man unter Palazzo Palmieri gefunden hat, sowie einen Festungsmauer, die mit der Strecke der Befestigungen übereinstimmt, die Karl V. anlegen liess. Aber mit der Ausdehnung von Rom wird die Zivilisation der Messaper langsam erdrückt und Lecce wird eine römische Stadt, die zur Zeit Augustus ihre grösste Entwicklung erlebt. Wenn man in durch die Altstadt spaziert, trifft man auf einige Monumente, die diese glorreiche Vergangenheit bezeugen. Auf der Piazza Sant'Oronzo steht das grösste Monument römischer Zeit, das unter der Herrschaft von Hadrian gebaut wurde: das ' Römische Amphitheater, eine enorme Struktur aus dem 2. Jahrhundert, von der man heute nur noch die Arena und die untere Ordnung der Tribünen bewundern kann. Die Piazza wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrmals verändert und im Mittelalter, als sie Piazza dei Mercanti (Platz der Händler) hiess, war sie sogar überdacht und der Ort des Handel und der Läden. Erst die archäologischen Ausgrabungen von Anfang des 20. Jahrhunderts haben dieses wichtige Zeugnis der Epoche freigelegt, als Lecce „Lupiae". hiess. Über dem Amphitheater sieht man ein seltsames Bauwerk, eines der berühmtesten Symbole von Lecce: der Sedile (Sitz), ein mit Glasfenstern versehenes Gebäude, in dem Versammlungen und Audienzen stattfanden, um die Trasparenz der Verwaltung zu garantieren. Über die Piazza wacht die Säule von Sant'Oronzo, die ebenfalls römischen Ursprungs ist und auf die später die Statue des Schutzheiligen der Stadt gestellt wurde. Durch die Via Augusto erreichen wir das Teatro romano, das während einiger Grabungen Anfang des 20. Jahrhunderts ans Licht kam; und schliesslich gehen wir zur A href="javascript:apriScheda('1977','de','popup')">Porta Rudiae, einer der Eingänge der Stadt, und zwar das Tor, das zu römischer Zeit den Weg nach Rudiae öffnete, eine römische Gemeinde.
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Kirche der Heiligen Nicolò e Cataldo - Apt Lecce

Kloster der Olivetani - Apt Lecce

Obelisk - Lecce

 
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Zweiter Tag
Lecce: Klassische Route

Nachmittag
Im Laufe der Jahrhunderte war Lecce eine Gegend, die mehrmals erobert wurde, in der sich verschiedene Zivilisationen und Dynastien abwechselten, von den Byzantinern zu den Normannen, von den Angioini zu den Spaniern. Von dieser Mischung von kulturellen, künstlerischen und architektonischen Elementen bleiben in der Stadt zahlreiche Zeichen. Beginnen wir mir der Kirche der Heiligen Nicolò e Cataldo, die sich in der Nähe der Auffahrt zur Superstrada befindet. Obwohl die Kirche einen mittelalterlichen Grundriss hat, zeigt sie eine barocke Fassade, eine Werk aus dem 18. Jahrhundert von Giuseppe Cino. Daneben steht ein weiteres berühmtes Bauwerk, das Kloster Convento degli Olivetani, in dessen Kreuzgang ein Renaissancebrunnen steht, der von einem hübschen Tabernakel mit verschlungenen Säulen geschlossen wird. Nach dem Besuch gehen wir in die Altstadt. Entlang des Weges treffen wir auf den Obelisk, der Ferdinando I gewidmet ist und 1822 bei dem Leccebesuch des Königs errichtet wurde. Davor erhebt sich die Porta Napoli, ein Monument, das auch als Triumphbogen bekannt ist und das 1548 zu Ehren des Kaisers Karl V errichtet wurde, unter dessen Krone die Stadt eine Zeit der kulturellen, architektonischen und urbanistischen Blüte erlebte. Aus der gleichen Zeit sind das Schloss und das Befestigungssystem, das der Herrscher wollte. Und während sich in der Stadt die Herrscher abwechseln, bleiben die Handelsbeziehungen mit den Byzantiner, Venezianern, Genuesen und Florentinern, die in die Stadt kommen, um ihre Geschäfte zu betreiben. Einige Gebäude zeigen, wie wichtig diese kleinen Gemeinschaften waren, wie zum Beispiel die Kirche San Marco auf Piazza Sant'Oronzo, die von den Venezianern gebaut wurde und die das Symbol des Löwen trägt, um die Übermacht der Lagunenstadt anzuzeigen.
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Teatro Paisiello - Apt Lecce

 
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Zweiter Tag
Lecce: Klassische Route

Abend
Die Theatersaison des Teatro Paisiello ist von grossem Prestige. Während des Aufenthalts sollte man auf jeden Fall einen malerischen Abend in diesem prächtigen Rahmen aus dem 19. Jahrhundert einplanen. Zum Abendessen kann man dann in das Plaza gehen, ein Restaurant, das die Gerichte der gastronomischen Tradition von Lecce anbietet.
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 Lecce

Museum Sigismondo Castromediano - Lecce

Pinakothek - Lecce

Museum Missionario Cinese e di Storia Naturale - Lecce

 
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Klassische Route
Dritter Tag

Vormittag
Wir vertiefen die Kenntnis der Geschichte von Lecce und gehen in das Provinzmuseum von Lecce Sigismondo Castromediano. Es handelt sich um das älteste Museum von ganz Apulien und ursprünglich war es im Kloster der Celestini untergebracht. Innen wird ein Grossteil der historischen und archäologischen Funde verwahrt, die die verschiedenen Epochen der Stadt bezeugen. Einige stammen aus den archäologischen Ausgrabungen der Gegend, wie die des antiken Rudiae, eine erst messapische und dann römische Stadt, und andere aus privaten Schenkungen. Interessant ist die Sektion, die der Paläontologie gewidmet ist und zahlreiche Zeugnisse aus der ganzen Region enthält. Im gleichen Gebäude befindet sich auch die Pinakothek mit Werken, die den Einfluss des venezianischen und byzantinen Stils auf die Kunst von Lecce bezeugen. Eine weitere interessante Bildersammlung kann man in der Pinacoteca Francescana, bewundern, die im Kloster der Frati Minori untergebracht ist, dessen ursprünglicher Kern der Palazzo Fulgenzio della Monica aus dem 16. Jahrhundert war, der im 19. Jahrhundert von der Familie der Kongregation geschenkt wurde. Hier kann man über 100 Gemälde religiöser Kunst bewundern. Und schliesslich befindet in dem Kloster auch das Museo Missionario Cinese e di Storia Naturale (Musuem der chinesischen Mission und für Naturgeschichte) mit Gegenstände aus Bronze und Elfenbein, Waffen, Musikinstrumenten und chinesischen Keramiken in der ersten Sektion und einer interessanten Sammlung von Fossilien in der zweiten.
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Bibliothek - Lecce

Abtei Santa Maria Cerrate - Lecce

 
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Dritter Tag
Lecce: Klassische Route

Nachmittag
Wenn man die Kenntnis der Stadtgeschichte durch die Bräuche, die Kostüme und die Tradition vertiefen will, sollte man die Abtei Cerrate besuchen, die 16 km von Lecce entfernt steht. Die Geschichte der Abtei ist sehr alt und laut der Legende wurde sie von Tancredi d'Altavilla, ein normannischer König, gegründet, nachdem diesem auf der Jagd die Madonna erschienen war. Dieser Ort wurde auch für den Kult der Byzantiner wichtig und später verlassen; heute liegt hier das Provinzmuseum der Volkstraditionen des Salento, wo man Gegenstände und Werkzeuge der bäuerlichen Kultur finden kann. Aber auch in der Stadt fehlt es nicht an Festen und Ereignissen, um an einige Traditionen zu erinnern und sie aufleben zu lassen. So ist es mit dem Markt von Sant'Oronzo, der Schutzheilige der Stadt, der am 26. August gefeiert wird, oder das Lu Riu in Lecce, das jedes Jahr am Dienstag nach Ostern stattfindet und ein Fest ist, bei dem es Aufführungen in mittelalterlichen Kostümen und eine Ausstellung der alten und ausgestorbenen Berufe gibt. Und schliesslich kommt man nicht umhin, die Pizzica zu zitieren, das wirkliche Symbol der lokalen Folklore: es handelt sich um einen traditionellen Tanz mit legendären Ursprüngen, den man bei so vielen Festen und Feiern in der Provinz von Lecce findet, wenn die Trommler zusammen kommen und den frenetischen Rhythmus des Tarantelbisses darstellen.
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Castello Monaci - Lecce

 
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Dritter Tag
Lecce: Klassische Route

Abend
Ausserhalb der Stadt suchen wir für das Abendessen einen malerischen Ort: Castello Monaci. Es handelt sich um eine antike Festung aus dem 17. Jahrhundert, die von einem grossen Park umgeben ist und eines der renommiertesten Restaurants der Gegend beherbergt. Es ist elegant und einladend und der ideale Ort, um einige sehr angenehme Stunden zu verbringen; wenn das Wetter es erlaubt, isst man draussen.
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