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Donnerstag 9. September 2010 















Bozen
Klassische Route
Ein Besuch im historischen Bozen, in dem die mittelalterlichen Kaufleute überall deutlich sichtbare Spuren hinterlassen haben, die noch heute auf den Plätzen und Strassen der Altstadt erkennbar sind. Paläste, Läden, Märkte und Tavernen (viele davon noch mit schmiedeeisernem Aushängeschild) zeugen von jener Epoche und auch die Namen der Einkaufsstrassen erinnern an diese Ursprünge. Bereichert wird das Stadtbild zudem durch die gotischen Kirchen mit ihren wundervollen Fresken und Holzaltären. Unbedingt anschauen sollte man sich auch die verschiedenen Museen der Stadt, in denen antike und moderne Kunst, Krippen, alte Schulausstattungen und natürlich Ötzi, die Mumie aus dem Similaungletscher, ausgestellt sind.

Erster Tag
Vom zentral gelegenen Waltherplatz aus geht es auf Entdeckungsreise durch die Altstadt mit einem Besuch vom Dom, der Dominikanerkirche und der Kapuzinerkirche.
 
Ein Rundgang auf den Spuren der Kaufleute und Märkte der Stadt. Vom Obstmarkt bis zum Kornplatz, vorbei an Läden und antiken Gaststätten mit ihren charakteristischen schmiedeeisernen Aushängeschildern.
 
Ein Abend im Theater, vielleicht bei einer Operettenaufführung, oder im Tempel der klassischen Musik, dem Auditorium, um den Klängen des Bozner Orchesters zu lauschen.
Zweiter Tag
   
Die Museumstour beginnt mit Ötzi, der Mumie aus dem Eis, und schliesst mit dem Besuch des Museions ab, dem Museum für moderne und zeitgenössische Kunst.
 
Über die Talfer geht es nach Gries, dem ehemaligen Luftkurort, der heute zur Stadt Bozen gehört. Ein Rundgang zwischen Parks, Weinbergen und antiken Abteien.
 
Ein gepflegtes Abendessen in einem Jugendstilrestaurant mit Park. Der Abend klingt bei Jazzmusik in der Bar aus.



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 Bozen







 
 
 
Klassische Route
Erster Tag

Vormittag
Der Waltherplatz aus dem 19. Jh. ist der zentrale Treffpunkt von Bozen und ein optimaler Ausgangspunkt für eine Entdeckungsreise durch die historische Altstadt. Seinen Namen hat der Platz von dem mittelalterlichen Minnesänger Walther von der Vogelweide, dessen Standbild aus weissem Marmor die Mitte des Platzes ziert. Im November und Dezember ist der Waltherplatz in die warmen Lichter des Weihnachtsmarkts getaucht und am ersten Mai findet hier ein bunter Blumenmarkt statt. Auf der Südostseite des Platzes steht der Dom im gotischen Stil mit seinem hohen Glockenturm und dem charakteristischen vielfarbigen Dach. Über die Poststrasse gelangt man zur Dominikanerkirche mit ihren sehenswerten Fresken der Schule von Giotto. Der Ausflug in die religiöse Vergangenheit der Stadt endet etwas weiter südlich bei der Kapuzinerkirche mit einem wunderschönen barocken Hochaltar. Vom Dominikanerplatz geht es weiter über die Goethestrasse und dann rechts in die kleine Mustergasse, die im 18. Jh. die Strasse der Adeligen und des gehobenen Bürgertums war, wovon noch heute das Palais Campofranco (Richtung Waltherplatz), das Palais Menz (Sitz der Italienischen Handelsbank, mit einem schönen freskengeschmückten Saal im zweiten Stock) und vor allem das Palais Pock zeugen. Hier befand sich 1760 das schickste Hotel der Stadt, das von den damaligen Berühmtheiten besucht wurde. Heute ist in diesem Stück Geschichte der Stadt das Restaurant Kaiserkorn untergebracht, eine sichere Adresse für alle, die gut essen gehen möchten.
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Obstmarktplatz

Rathausplatz

Batzenhäusl

 
 
Erster Tag
Bozen: Klassische Route

Nachmittag
Wieder zurück in der Goethestrasse, gelangt man in Richtung Norden auf den kleinen, aber stark besuchten Obstmarktplatz, auf dem seit 1277 an den Markständen Obst, Gemüse und Geflügel feilgeboten werden. Von hier aus geht es in die Dr.-Josef-Streiter-Strasse, wo einst der Graben der mittelalterlichen Stadtmauern verlief und die eine Art „Rückseite" der bekannteren Laubengasse ist, zur der sie parallel verläuft. Hier befinden sich noch heute die alten Stände aus weissem Marmor des Fischmarkts. Die Strasse führt zur malerischen Bindergasse, die genau wie früher auch heute noch von den Läden, Hotels und Gaststätten mit ihren typischen schmiedeeisernen Aushängeschildern und so fantasievollen Namen wie Zum Mond, Zum Pfau, Zum Weissen Ross oder Zum Eisenhut gesäumt ist. Der Stadtbummel führt in südlicher Richtung weiter zum winzig kleinen Rathausplatz mit dem neobarocken Rathaus (1907) und seinen Rokokogebäuden und dann in die bei den Touristen so beliebte und bekannte Laubengasse, das pulsierende Herz des Bozner Handels. Unter den Bögen der geschmückten Gebäude reihen sich moderne und elegante Geschäfte aneinander, die den Platz der antiken Läden eingenommen haben. Die Laubengasse führt zurück zum Obstmarktplatz, wo man im Café Peter, der bekanntesten Konditorei der Stadt, eine wohlverdiente Pause einlegen kann. Hier kann man sich den berühmten Strudel, die Sachertorte oder den Zelten (ein Früchtebrot mit Trockenobst und kandierten Früchten) schmecken lassen. Frisch gestärkt geht es weiter in die Silbergasse, wo das Palais Troilo (1603) steht, das über einen Eckturm und einen internen Durchgang (von denen es mehrere gibt) zur Laubengasse verfügt. Etwas weiter die Silbergasse hinunter steht das barocke Gebäude des Merkantilmuseums, das viel Wissenswertes über den Handel und die hiesigen Kaufleute par excellence enthält, die sich schon bald entschlossen, die Stadtmauern abzureissen, um den Handel zu erleichtern. Ein weiteres Handelszentrum war der nahe gelegene Kornplatz, wo der Markt für landwirtschaftliche Produkte abgehalten wurde. Der Kornplatz ist das historische Herz der Stadt, denn hier stand einst die Burg des Bischofs. Unbedingt anschauen sollte man sich das freskengeschmückte Waaghaus (1634), in dem sich bis 1740 die öffentliche Waage befand.
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Erster Tag
Bozen: Klassische Route

Abend
Abends lohnt es sich, einen Blick auf das interessante Programm des Neuen Stadttheaters (Verdiplatz 4, in einem neuen Gebäude von Marco Zanuso) und das Musikprogramm des Joseph-Haydn-Auditoriums zu werfen, dem „Sitz" des Bozner Symphonieorchesters. Für einen schnellen Imbiss oder das Einkehren nach der Vorstellung empfiehlt sich das beliebte Walther's.
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 Bozen

Kreuzgang, Franziskanerkirche

Holzaltar



 
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Klassische Route
Zweiter Tag

Vormittag
Der Besuch der zahlreichen und sehr unterschiedlichen Museen der Stadt (je nach Geschmack und Interesse auszuwählen) beginnt in der Bindergasse, wo in einem schönen Palast aus dem 16. Jh. das Naturkundemuseum Südtirol untergebracht ist. Über den Vintlerweg gelangt man auf den Marienplatz und von hier zur Franziskanerkirche. Weiter geht es über die Franziskanerstrasse rechts auf Höhe vom Obstmarktplatz in die Museumsstrasse, wo Ötzi, die Mumie des vor 5000 Jahren im Similaungletscher eingefrorenen Mannes, im Südtiroler Archäologiemuseum auf Besucher wartet. Biegt man links in die Sparkassenstrasse ab, die von bürgerlichen Palais aus dem 19. Jh. und einigen schönen Jugendstilgebäuden gesäumt ist, gelangt man zum Stadtmuseum, das allerdings gerade wegen Restaurierungsarbeiten geschlossen ist. Kein Problem, denn in der gleichen Strasse steht auch das Schulmuseum, das einen interessanten Überblick über die Geschichte der Schule und die Lehrmethoden seit dem 19. Jh. gibt. Nach so viel Geschichte gibt es zum Abschluss der Museumstour durch Bozen noch ein wenig zeitgenössische Kunst, wozu sich das Museion anbietet. Mit schmerzenden Füssen aber dank der kulturellen Genüsse in bester Laune geht es dann zum wohlverdienten Mittagessen gleich um die Ecke ins Restaurant Vinoveris. Hier gibt es traditionelle mediterrane Gerichte und ausgezeichnete Weine (das Lokal fungiert auch als Vinothek und Wine-Bar) sowie zahlreiche Käsesorten. Vinoveris ist übrigens eines der wenigen Restaurants im Zentrum, das auch am Sonntag geöffnet ist.
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Alte Pfarrkirche Gries

Benediktinerabtei



 
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Zweiter Tag
Bozen: Klassische Route

Nachmittag
Zurück zum Stadtmuseum geht man links am Gebäude vorbei auf die Eisenbrücke von 1900, die über die Talfer führt. Das hier stehende wuchtige und heftig umstrittene Siegesdenkmal kann man gar nicht übersehen. Poetischer ist da schon der Rosengarten, das nahe Bergmassiv der Dolomiten, das sich am Horizont abzeichnet und besonders bei Sonnenuntergang sehr malerisch wirkt, wenn es rosafarben erglüht. Weiter geht es über den Siegesplatz, wo jeden Samstag ein überfüllter Markt stattfindet, über die Freiheitsallee und den Mazzini-Platz zum Grieser Platz (von „Sand, Kies"), dem Herzen des Stadtbezirks. Der ehemalige Luftkurort Gries, der bis 1925 eine eigenständige Gemeinde war, gehört heute zur Stadt Bozen und war Anfang des 20. Jh. für seine Weinberge, die antiken Abteien, die luxuriösen Hotels und die Parks mit ihrer ungewöhnlichen Flora, Zeugnis des sehr milden Klimas, berühmt. Besonders eindrucksvoll ist die Guntschnapromenade, die von Gries bis hinauf auf nach Jenesien führt. Auf dem Platz gibt es zwei Weinkeller, in denen man die lokalen Weine probieren kann, und zwar den St. Magdalener und den dunklen Lagrein. Rechts auf dem Platz erhebt sich der Gebäudekomplex der Benediktinerabtei aus dem 18. Jh. Wer neugierig ist und ein wenig Zeit übrig hat, kann sich im Wachturm aus dem 12. Jh. das originelle Krippenmuseum anschauen. Weiter nördlich steht die Alte Pfarrkirche U.L. Frau. Am schönsten ist diese Besichtigungstour, wenn man sie mit dem Fahrrad macht.
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Südtiroler Apfelkuchen

 
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Zweiter Tag
Bozen: Klassische Route

Abend
Ein Abendessen im luxuriösen Restaurant Laurin, das mit seinen historischen Jugendstilsälen vermutlich das eleganteste Lokal der Stadt ist und seine Gäste im Sommer in dem jahrhundertealten Park des dazugehörigen Hotels bewirtet. Unter den vielen Köstlichkeiten des Küchenchefs empfiehlt sich besonders der Avocado- und Mangosalat mit Sojaessig und Limone und der Steinbock mit Rotkraut. Nach dem Essen kann man den Abend in der Pianobar ausklingen lassen, wo freitags live Jazzmusik gespielt wird.
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