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Donnerstag 9. September 2010 














Trient
Klassische Route
Im Unterschied zu anderen Alpenstädten erlebte Trient in der Renaissance eine lange und fruchtbare Blüte, die der Stadt ein harmonisches und weitläufiges Aussehen verleiht. Die Berge, die auf das Etschtal blicken, wirken wie eine natürliche Erweiterung der Stadt, eine Art Garten oder Oase zur Entspannung und Zerstreuung, die mit dem Auto in weniger als einer halben Stunde erreichbar ist.

Erster Tag
Ausgangspunkt für jede klassische Besuchstour von Trient ist die Piazza del Duomo, das historische wie auch geografische Herz der Stadt.
 
Mittelpunkt des Nachmittags ist das mit Türmen und Zinnen versehene Castello del Buonconsiglio, das für fünf Jahrhunderte die Fürstbischöfe Trients mit ihrem Hof aufnahm.
 
Ein Abend in einem bezaubernden und sehr gut besuchten Lokal.
Zweiter Tag
   
Besuch des Torre Verde, ein wesentlicher Bestandteil der alten Stadtmauer, die teilweise noch erkennbar ist.
 
Ein Nachmittag am anderen Ufer der Etsch, über die Brücke von San Lorenzo, um das Mausoleum von Cesare Battisti und die Reste der frühchristlichen Basilika der Heiligen Cosma und Damiano zu besuchen.
 
Abendessen in der Via San Marco bei lokaler Küche, begleitet von exzellenten Weinen.



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 Trient

Neptunbrunnen

Piazza del Duomo

Maskenzug Ciusi und Gobi

 
 
 
Klassische Route
Erster Tag

Vormittag
Ausgangspunkt für jede klassische Besuchstour von Trient ist die Piazza del Duomo, das historische wie auch geografische Herz der Stadt. Auf die Piazza blickt im südlichen Teil eine Seite des Doms, ein grossartiges Bauwerk in romanisch-gotischem Stil, das im darunter befindlichen Erdreich die Reste einer frühchristlichen Basilika aus dem 6. Jh. birgt. Im östlichen Teil der Piazza befindet sich hingegen der Palazzo Pretorio aus dem 13. Jh., Sitz des bekannten Diözesanmuseums, das ausser bedeutenden Kunstwerken eine reichhaltige ikonografische Dokumentation des Trienter Konzils beherbergt. Eine Besonderheit für am Kunsthandwerk interessierte Besucher: In der Via Verdi, die direkt zur Piazza del Duomo führt, befindet sich die wunderschöne Werkstatt von Paolo Lucin, der Bilderrahmen jeder Art anfertigt: lackierte, vergoldete, fassonierte, antikisierende, eingelegte, bemalte und vieles mehr. Für das Mittagessen empfiehlt sich das nahe gelegene exklusive Ristorante delle Due Spade, eine landestypische „Stube", in der ausser Gerichten der lokalen Tradition auch kunstfertig modernisierte Renaissance-Rezepte angeboten werden. Von der Piazza del Duomo geht es in die eindrucksvolle Via Belenzani, die von Gebäuden im Renaissancestil stark geprägt ist: Hier erheben sich der Palazzo Geremia mit seinen Fresken und den zwei- und dreibogigen Fenstern, der Palazzo Alberti Colico mit Fresken, die möglicherweise von Falconetto stammen, das Municipio Vecchio, das ehemalige Haus von Belenzani, der Palazzo Thun, derzeitiger Sitz der Stadtverwaltung, und die Kirche San Francesco Saverio, eines der bedeutendsten Barockdenkmäler der Stadt. Ein wenig weiter, in der Via Manci, trifft man auf den Palazzo Galasso, den Palazzo Saracini-Pedrotti (in dem der Trentiner Alpenverein seinen Sitz hat), den Palazzo Salvadori, der einstmals eine Synagoge war, und den Palazzo del Monte. Zurück auf der Piazza del Duomo (auch in Gedanken an das Abendessen), kann man einen Laden von Yves Rocher besuchen, der aus Pflanzen gewonnene Kosmetika im Angebot hat, in grosser Auswahl, gut und preiswert. Wie sollte man einer solchen Versuchung widerstehen?
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Castello del Buonconsiglio

Innenansicht des Castello del Buonconsiglio

 
 
Erster Tag
Trient: Klassische Route

Nachmittag
Mittelpunkt ist das mit Türmen und Zinnen versehene Castello del Buonconsiglio, das für fünf Jahrhunderte die Fürstbischöfe Trients mit ihrem Hof aufnahm. Der Schlosskomplex birgt zahlreiche Bauwerke aus unterschiedlichen Epochen: Dem alten Castelvecchio aus dem 13. Jh. folgten der Magno Palazzo aus dem 16. Jh. sowie die Giunta Albertiana aus dem 17. Jh. Einige der herrlichen Räume des Schlosses beherbergen bedeutende Kunstwerke zahlreicher Künstler, darunter Fogolino, die zu den Sammlungen des Landeskunstmuseums gehören. Im Torre dell'Aquila befindet sich eines der anerkanntesten Meisterwerke der internationalen Gotik: ein die zwölf Monate darstellender Freskenzyklus, vermutlich ein Werk von Wenzel von Böhmen, der sich zu Beginn des 15. Jh. am Hof der Fürstbischöfe aufhielt. Nach dem Besuch des Schlosses kann man auf der angrenzenden Piazza Venezia die wunderschönen und originellen Handwerkserzeugnisse von Diego Guadagnin bewundern, der Gegenstände und Möbel aus Binsen und Stroh herstellt (und repariert).
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Erster Tag
Trient: Klassische Route

Abend
Auf der Piazza del Duomo hat man die Gelegenheit, den Abend im Scrigno del Duomo zu verbringen, einem bezaubernden und sehr gut besuchten Lokal, das ausser einer hervorragenden Küche eine Auswahl ausgezeichneter Weine bietet. Musikliebhaber sollten in Trient stets das Programm des Auditorium Santa Chiara im Auge behalten, wo man herrliche Abende bei grosser Musik verbringen kann.
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 Trient

Kirche San Pietro

Fresken des Castello del Buonconsiglio

 
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Klassische Route
Zweiter Tag

Vormittag
Auf der Piazza Raffaello Sanzio an der Ecke zur Via Manzoni steht der unverkennbare Torre Verde, ein wesentlicher Bestandteil der alten Stadtmauer, die teilweise noch erkennbar ist. Der Turm, der im 15. Jh. zur Überwachung des Verkehrs zum Brenner errichtet wurde, nennt sich grüner Turm wegen der Majoliken, die man zur Verkleidung der Spitze verwendete. Die nahe gelegene Piazza Dante erhält hingegen ihren Namen von dem hier stehenden Dante-Denkmal, das zur Zeit seiner Errichtung Ende des 19. Jh. eine mutige Parteinahme der Stadt gegen Österreich und für Italien darstellte. In der Nähe des Platzes steht auch die Kirche San Lorenzo, die einstmals Teil der Benediktinerabtei war. Die Kirche, ein glänzendes Beispiel einer romanischen Basilika aus den Anfängen des 13. Jahrhunderts, wurde nach ihrer Bombardierung im Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut. Nun geht es in den südwestlichen Teil der Stadt zum Palazzo delle Albere, in dem das prächtige Museum für moderne und zeitgenössische Kunst von Trient und Rovereto untergebracht ist. Danach, weiter zur Stadtmitte hin, stösst man auf die Kirche Santa Maria Maggiore, die im Auftrag von Bischof Bernard von Cles im Stil der lombardischen Renaissance, vermischt mit gotischen Elementen, gebaut wurde und ein typisches Beispiel für den clesianischen Stil darstellt. Von dort ist es nicht weit zum Torre Vanga. Der mächtige, zinnenbestückte Turm wurde im 13. Jh. zum Schutz einer Brücke gebaut, die über die Etsch in ihrem damaligen Verlauf führte. Danach folgt eine vergnügliche Pause in der Enoteca Accademia im Vicolo Colico, in der hervorragende Trentiner Weine und die besten Weine Italiens von leckeren Häppchen begleitet werden.
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Denkmal für Cesare Battisti

 
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Zweiter Tag
Trient: Klassische Route

Nachmittag
Für den Nachmittag empfiehlt sich ein Ausflug zur anderen Uferseite der Etsch, wohin man über die Brücke von San Lorenzo gelangt. Dort findet sich gleich rechts die Kirche Sant'Apollinare, die, obgleich romanischen Ursprungs, in gotischem-zisterzienserischem Stil wieder aufgebaut wurde. Im Inneren der von einem Kreuzgewölbe geprägten Kirche finden sich Fresken aus dem 14. Jh., die die Heilige Mutter Gottes mit dem Jesuskind darstellen, sowie eine Altartafel der deutschen Schule aus dem späten 15. Jh. Danach kann man den Doss Trento hochgehen, eine felsige, die Stadt beherrschende Anhöhe. Dieser einfache und kurze Spaziergang führt nicht nur zum Mausoleum von Cesare Battisti und zu den Resten der frühchristlichen Basilika der Heiligen Cosma und Damiano, sondern auch zu einer wundervollen Aussicht über die ganze Stadt.
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Zweiter Tag
Trient: Klassische Route

Abend
Für das Abendessen gibt es in der Via San Marco das Restaurant La Cantinota, das viele Vorzüge hat: eine sehr gute Küche, eine grosse Auswahl an Weinen, die Möglichkeit, bei schönem Wetter im Freien zu speisen, sowie eine Pianobar.
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