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Samstag 11. September 2010 















Cagliari
Klassische Route
Es ist die Stadt der Sonne, sie hat eine Jahrtausende alte Geschichte und ist heute gleichzeitig Hafen und ein Ort für Tourismus, Kultur und Handel. Cagliari, die wichtigste Stadt Sardiniens, liegt an einen grossen Golf zwischen Capo Spartiventi und Capo Carbonara und ist wahrscheinlich die einzige Stadt der Region, die seit den Phöniziern immer bewohnt war. Entdecken Sie die Geheimnisse dieses antiken Ortes entlang eines Rundganges, der die Geschichte und die Traditionen umfasst.

Erster Tag
Die prächtige Kathedrale und die gotischen Formen der Kirche Purissima
 
Die wichtigen Sammlungen der Museumszitadelle: Kunst und Handwerk von Kriegern, Adligen und Bauern
 
Klassik und Moderne im Teatro Lirico
Zweiter Tag
   
Das römische Erbe: das Amphitheater und die Villa von Tigellio
 
Unterwegs zwischen Geschichte und Natur: das Schloss San Michele
 
Ein Abendessen im Zeichen der Tradition
Dritter Tag
   
Ein Vormittag am Strand, um die Schönheit des Golfo degli Angeli zu geniessen
 
Kultur und Vergnügen: erst die Basiliken San Domenico und San Saturninound dann ungezügeltes Shopping
 
Die klassischen Fischgerichte aber auch ungewöhnliche Küche im Restaurant Quirinus



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 Cagliari

Die Kathedrale von Cagliari

Cagliari: einige Palazzi neben der Kathedrale

 
 
 
Klassische Route
Erster Tag

Vormittag
Die Geschichte von Cagliari ist sieben Jahrtausende alt: wenn man die Stadt besucht, stösst man sowohl in den Bauwerken wie in den archäologischen Ausgrabungen überall auf Spuren.
Ein Kennenlernen der Stadt kann bei der Kathedrale in der Piazza Palermo, im alten Stadtteil Castello beginnen. Das Gebäude, das 1200 erbaut wurde, wurde 1664 im Chor und im Querschiff und mit der Beigabe einer eher barocken Kuppel verändert; 1702 wurde an die Fassade Hand angelegt; 1933 bekam die Fassade die Formen einer toskaner Neuklassik. Von der ursprünglichen Konstruktion behält die Kathedrale, die der Heiligen Maria geweiht ist, noch das Architrav des Mittelportals, die Arme des Querschiffes und den Glockenturm bei.
Klarer sind hingegen die Ereignisse rund um die nahe Kirche Purissima, die 1554 in gotischen Formen gebaut wurde und im Laufe der Zeit unverändert blieb. Der einschiffige Innenraum der Kirche mit den Kapellen, die von gotischen Bögen definiert werden, ist mit Kreuz- und Sterngewölben bedeckt und enthält ein wertvolles hölzernes Kruzifix aus dem 16. Jahrhundert.
Wenn man an diesem Punkt des Tages beschliessen sollte, sich ein wirklich fürstliches Mahl zu gönnen, dann sollte man zurück zu Il Corsaro gehen, ein Restaurant mit einem wohlverdienten guten Ruf, sowohl für die Meer-, wie auch für die Landküche.
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Bronzestatuen aus Nuraghezeit: Krieger

Das alte Archäologische Museum von Cagliari

Bronzestatuen aus Nuraghezeit: Heiliges Boot

 
 
Erster Tag
Cagliari: Klassische Route

Nachmittag
Von Piazza Palazzo schlägt man Via Martini ein, um Piazza Indipendenza zu erreichen, wo man einen Nachmittag mit dem Besuch der Museumszitadelle verbringen kann, die auf dem gebiet des alten Militärarsenals steht. In der Zitadelle ist auch das Nationale Archäologische Museum untergebracht, äusserst reich an phönizischen, punischen, römischen und byzantinischen Funden, an prähistorischem und protohistorischem, pränuragischen uind nuragischen Material.
Besonders interessant ist die Sammlung von Bronzen aus der Nuraghe-Zeit, die sich an zwei unterschiedlichen Richtungen inspiriert: die der Krieger, der Adligen, der Priester, die in der Ausübung ihrer Funktionen abgebildet sind, und die der Bauern, der Hirten und der Handwerker, die man ebenfalls in ihren einfachen täglichen Aktivitäten zeigt.
Wenn man aus dem Museum kommt, kann man durch die Porta Cristiana gehen und einen Spaziergang über die Panoramaallee Buoncammino unternehmen.
Später muss man sich auf jeden Fall einen Sprung zur Pasticceria Piemontese gestatten: man weiss, dass die Verbindungen zwischen Sardinien und dem Piemont aus geschichtlichen Gründen eng waren, und zumindest auf kulinarischer Ebene haben sie viel gebracht!
Ausserdem gibt es in der gleichen Strasse für das gastronomische Shopping und eventuelle Andenken den Laden Il Formaggiaio: vom Käse, für den Sardinien besonders bekannt ist, zu Würsten, Fischrogen und verschiedenen Honigsorten.
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Partitur lyrischer Musik

 
 
Erster Tag
Cagliari: Klassische Route

Abend
In Cagliari sollte man unbedingt das Teatro Lirico besuchen, das aus seiner Schatztruhe Opern und klassische Musik, aber auch Jazz und Avantgarde hervorzaubern kann, und es ist kein Zufall, dass es vor kurzem als bester Musikorganisator des Jahres ausgezeichnet wurde.
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 Cagliari

Das römische Amphitheater von Cagliari

Die Strasse zum Amphitheater

 
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Klassische Route
Zweiter Tag

Vormittag
Der Tag beginnt im Römischen Amphitheater, das wichtigste römische Bauwerk auf der Insel: es ist etwa 90 m lang, hat einen elliptischen Grundriss und konnte über 10.000 Zuschauern aufnehmen. In guter Verfassung sind nur der Zuschauerraum, die Graben für die wilden Tiere, die Korridore und drei Ränge.
In der Nähe befindet sich die Villa di Tigellio (sie wurde so genannt, weil man sie fälschlicherweise dem Dichter Tigellio zuschrieb), die aus dem malerischen Resten von dem besteht, was wahrscheinlich nicht ein sonder drei antike Wohnhäuser waren: ein Atrium, verschiedene Säulen und schöne architektonische Elemente.
Nicht weit liegt ein Ort, an dem man anhalten kann, um eines der Zusammentreffen zwischen unterschiedlichen Bräuchen ist, die Cagliari so gut beherrscht: das Restaurant Crackers, wo sich die Gerichte der typischen sardischen Küche mit denen der piemonteser Tradition kreuzen und eine wirklich gelungene Mischung bieten.
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Ebene des Campidano

Beere der Myrte

 
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Zweiter Tag
Cagliari: Klassische Route

Nachmittag
Der Nachmittag hat nur ein, aber dafür besonders faszinierendes Ziel: das Schloss von San Michele auf dem gleichnamigen Hügel, das von einem grossen und schattigen Park umgeben ist.
Das Gebäude, das zur Zeit der Pisaner auf einer kleinen byzantinischen Kirche entstand, gehörte der spanischen Adelsfamilie Carroz und hatte dank der stark strategischen Position wichtige Verteidigungsfunktionen.
Im Laufe der Jahrhunderte hat das Schloss verschiedene Ereignisse durchgemacht und Mitte des 17, Jahrhunderts war es während der furchtbaren Pest sogar ein Lazarett; unverändert in der Zeit ist hingegen der malerische Blick geblieben, der von der Ebene Campidano zum Golfo degli Angeli (Engelsgolf) in seiner ganzen Schönheit schweift.
Nachdem man die Schönheiten des Hügels San Michele genossen hat, kann man sich den Versuchungen des Shoppings hingeben: eine interessante Adresse in der Gegend ist der Betrieb Zedda Piras, der einen berühmten Myrtelikör und andere Getränke herstellt, die alle mit streng traditionellen Methoden zubereitet werden. Wenn man neugierig ist, kann man auch die Werkstatt eines richtigen Geigenbauers besuchen: Triolo in Via Terralba repariert nicht nur die Instrumente sondern schafft auch persönliche Gitarren mit wertvollen Hölzern.
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Zweiter Tag
Cagliari: Klassische Route

Abend
Für das Abendessen ist die Antica Hosteria ein elegantes und raffiniertes Lokal im charakteristischen Viertel Marina Piccola, das für seine erlesenen Spezialitäten aus Cagliari berühmt ist.
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 Cagliari

Der Hafen von Cagliari

Sardinien: Felsen

 
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Klassische Route
Dritter Tag

Vormittag
Wenn dieser dritte Tag in Cagliari auf einen Sonntag fällt, so sollte man die Gelegenheit des wöchentlichen kleinen Antik- und Handwerksmarkts in der zentralen Piazza Costituzione ergreifen.
Als Alternative ist dies der Moment, sich daran zu erinnern, dass Cagliari mitten im Golfo degli Angeli liegt, ein Ort mit einer unbezahlbaren Natur der sich auch zum baden hervorragend eignet.
Für schöne Stunden am Meer kann man am östlichen Ende des Meeres die bezaubernde Bucht Calamosca erreichen: Kiesel, Felsen und klares Wasser, die von dem antiken und malerischen Leuchtfeuer Sant'Eli beherrscht werden. Für das Mittagessen bietet die Gegend das gute Restaurant Lo Scoglio, das über eine Panoramaterrasse über das Meer verfügt und eine leckere Fischküche anbietet.
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Kirche San Saturno

Kirche San Domenico

Typische sardische Teppiche

 
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Dritter Tag
Cagliari: Klassische Route

Nachmittag
Auf der Heimfahrt hat man zwei interessante kulturelle Ziele und eine aussergewöhnliche Einkaufsmöglichkeit zur Verfügung.
Vor allem die Kirche San Saturnino, die auf das 5. Jahrhundert zurückgeht, einen starken arabischen Einfluss aufweist und von Palmen umgeben ist.
Dann die Kirche San Domenico aus dem 13. Jahrhundert die nach dem Zweiten Weltkrieg aufgebaut werden musste: sie behält einen malerischen gotischen Kreuzgang und ein Kreuzgewölbe, die teilweise in der Renaissance neu gestaltet wurden.
Und schliesslich das Shopping! In der nahe gelegenen Via Bacaredda befindet sich das Pilotzentrum I.S.O.L.A. (Istituto Sardo Organizzazione Lavoro Artigiano).
Das sardische Handwerk ist eine bunte Realität: Gobelins und Teppiche, Verarbeitung von Gold und Silberfiligran, Schmuckherstellung aus Koralle, Gegenstände aus Keramik, Terrakotta, Holz, Stein, Stroh oder Schmiedeeisen (diesbezüglich zwei weitere Vorschläge: die Läden der Eisenhandwerker Sergio Caredda und Gianni Carcanella ).
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Fische, Krustentiere und Weichtiere

 
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Dritter Tag
Cagliari: Klassische Route

Abend
Noch ein unwiderstehlicher gastronomischer Vorschlag: das Quirinus, ein angenehm elegantes Ambiente mit einer überragenden Küche. Die Fischgerichte sind hervorragend, aber die Spezialität des Lokals ist das Pferdesteak mit Gorgonzola!
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