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Samstag 11. September 2010 















Venedig
Klassische Route
Die Märchenstadt Venedig offenbart sich dem Besucher als ein faszinierendes Labyrinth aus Gassen (calli) und Kanälen, als ein Spiel zwischen Land und Wasser, das die Menschen in seinen Bann zieht. Es gibt viel zu entdecken in Venedig - Herrschaftliche Palazzi und imposante Kirchen, das Flair des Canal Grande und der Rialtobrücke, den Reichtum der Museen und den Glanz der Kunstwerke, zu denen man auch die kulinarischen Genüsse zählen kann, die die Küche der Lagunenstadt zu bieten hat.

Erster Tag
Der Markusplatz mit seinen Monumenten und seinem unvergesslichen Panorama ist die verkörpert die Verschmelzung zwischen Orient und Okzident.
 
Die berühmten Museen und Zeugnisse der glorreichen Vergangenheit der Serenissima und die von Thomas Mann und Visconti so geliebten historischen Cafés
 
Traditionelle und raffinierte Küche am Campo di Santa Maria del Giglio und Besuch im Kasino
Zweiter Tag
   
Die grossen Theater, die Glas- und Antiquitätengeschäfte zwischen Gassen und Kanälen, und die Barockkirchen
 
Über die Ponte dell'Accademia in das Viertel Dorsoduro zur Besichtigung berühmten Palazzi und Kirchen
 
Traditionelle Fischküche in der Gegend des Campo San Polo und anschliessender Spaziergang am Lido di Venezia
Dritter Tag
   
Das Stadtviertel San Polo mit der gleichnamigen Kirche, dem Haus von Carlo Goldoni, dem Fischmarkt und der Aussicht von der Rialtobrücke
 
Die herrlichen Palazzi am Canal Grande von der Ca' Pesaro bis zur Ca' D'Oro, die Museen und Kirchen und der Ponte degli Scalzi
 
Abendessen bei den Genüssen und Düften der venezianischen Küche und nächtliche Stimmung an der Seufzerbrücke



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 Venedig

Piazza San Marco

Blick auf die Insel Giudecca

Chiesa della Salute

 
 
 
Klassische Route
Erster Tag

Vormittag
Die beste Art, sofort die zauberhafte Atmosphäre der Stadt aufzuschnappen, ist, die Besichtigung der Stadt am San-Marco-Becken zu beginnen, das man beim Verlassen des Markusplatzes sehen kann. Vor uns liegt der Inselkranz, der Venedig umgibt, und ein wundervoller Blick auf den Canal Grande mit seinen Gondeln, seinen stolzen Adelspalästen und seinen imposanten Kirchen, die aus dem Wasser zu steigen scheinen. Gleichsam als Gegenstück zu der byzantinischen Silhouette der einzigartigen Basilika San Marco sieht man am gegenüberliegenden Ufer die Kirche San Giorgio Maggiore, ein Werk Palladios im neoklassizistischen Stil mit einer grossen Kuppel und dem perfekt ausgeglichenen Tympanon. Rechts der Insel von San Giorgio Maggiore erstreckt sich Richtung Süden die Insel Giudecca. Die zweite Kirche, die rechts aufgrund ihrer Bauweise aus weissem Marmor den Blick auf sich zieht, ist die imposante Chiesa della Salute, die sich am äussersten Zipfel des Stadtviertels Dorsoduro erhebt. Man richte nun den Blick nach links über die Grünfläche der Biennale hinweg auf den äussersten Punkt der schwimmenden Stadt in Form eines Fisches: Dort sieht man den Lido di Venezia. Über das gesamte Becken hinweg sind kleine Inselchen verteilt, die den Zauber der Stadt noch verstärken. Nun betritt man den Platz und lässt die beiden Säulen mit dem geflügelten Löwen, dem Wahrzeichen der Serenissima, und der Statue von San Teodoro hinter sich. Vor uns liegt nun der Dogenpalast, das Symbol der Macht und des Reichtums der Republik, mit seiner einzigartigen Fassade mit abwechselnden Schichten aus weissem istrischem Gestein und dem roten Marmor aus Verona in der Farbe der Kaiser. Links erhebt sich der Campanile von San Marco mit einer Höhe von 100 Metern. Nun steht man vor der Basilika San Marco , einem strahlenden Kunstwerk aus Gold und Mosaiken, Zinnen und Zinnenkränzen. Diese Formen erinnern an den Orient und an Byzanz, sie sind Symbol der kulturellen Verschmelzungen, die in Venedig zwischen Orient und Okzident stattgefunden haben. Als Grenzstadt hat Venedig im Laufe der Jahrhunderte die verschiedensten Merkmale unterschiedlichster Herkunft aufgenommen und in sich vereint.
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Museo Correr

Torre dell'Orologio (Uhrturm)

Caffè Florian

 
 
Erster Tag
Venedig: Klassische Route

Nachmittag
Der gesamte Platz wirkt sehr zauberhaft aufgrund der Lichtreflexe, deren Spiel zwischen den Maueröffnungen der Alten und Neuen Prokuratien und dem Napoleonischen Trakt zu beobachten ist. Man sollte hier einen Augenblick verweilen und seinen Blick über die oberen Ränder der Gebäude schweifen lassen: Die Wirkung ist faszinierend. Um den Platz herum befinden sich mehrere historische Lokale Venedigs, die dem bezaubernden Platz einen Hauch Farbe verleihen: das Caffè Florian, das Lieblingscafé von Gasparo Gozzi, dem Begründer der Zeitung „Gazzetta Veneta", das Caffé Quadri, das Lieblingscafé von Luchino Visconti und Thomas Mann, dessen Innenräume aus dem 18. Jahrhundert stammen sowie das Lavena, wo Richard Wagner oft verkehrt haben soll. Beim Vorbeigehen sieht man die Orchester der einzelnen Lokale, die italienische Melodien spielen – ein wahrhaft zauberhaftes Ambiente für Reisende, Touristen und Freunde des Bel Paese. Die Prokuratien, die den Platz umgeben, beherbergen einige berühmte Museen der Stadt. Im Napoleonischen Trakt ist das Museo Correr besonders sehenswert, in dem zahlreiche Andenken an die glorreichen Zeiten der Serenissima und Skulpturen von Canova bestaunt werden können. Ebenfalls ein Muss ist das Archäologische Museum und die Bibliothek von San Marco , wo wertvolle Kodexsammlungen und alte Gegenstände betrachtet werden können, die der Stadt von berühmten Bürgern und Kunstliebhabern überlassen worden sind. Man gehe nun weiter zur Piazzetta dei Leoncini neben der Basilika San Marco. Beim Vorbeigehen sieht man auf der linken Seite den Uhrturm mit einem grossen darunter liegenden Ziffernblatt samt Tierkreiszeichen, Mondphasen und Sonnenstand. Nun kommt man auf den in Piazza San Giovanni XXIII umbenannten Platz, der auf der gegenüberliegenden Seite von zwei Löwen aus Veroneser Marmor abgeschlossen wird. In seiner Mitte befindet sich ein Brunnen. Der Platz erfüllte im 17. Jahrhundert die Funktion eines Empfangsraumes für die vom Dogen veranstalteten Abendgesellschaften. Er war mit dem Dogenpalast über eine Zugbrücke verbunden. Auf der linken Seite liegt das Geschäft Venini, eine bekannte Firma, die Glaskunst herstellt. Ein wenig weiter liegt Largo Micheli, ein Geschäft für Stoffe und kunstvoll gefertigte Spitzen.
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Palazzo del Casinò

 
 
Erster Tag
Venedig: Klassische Route

Abend
Die Suche nach einem exklusiven Lokal führt einen unweigerlich in das Restaurant Al Giglio,, ein in der Stadt für die Raffinesse der Küche sehr bekanntes Restaurant, das an dem schönen Platz mit der Barockkirche Santa Maria del Giglio liegt. Wenn man einige Tage lang in Venedig verweilt, so ist es ein besonderes Erlebnis, auch wenn man kein Freund des Glücksspiels ist, einige Stunden im Kasino zu verbringen, wo man eine einzigartige und elektrisierende Atmosphäre geniessen kann.
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 Venedig

Scala del Bovolo

Teatro Goldoni

Teatro La Fenice - Apt Venezia

 
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Klassische Route
Zweiter Tag

Vormittag
Vom Markusplatz aus geht man unter dem Uhrturm hindurch entlang der Calle Marcerie, biegt dann in die Calle Fiubera ein, wo man anschliessend nach der Calle dei Fabbri zum Campo del Bovolo kommt. An diesem kleinen Platz liegt eines der charakteristischsten Gebäude Venedigs, die Scala del Bovolo, ein einzigartiger zylinderförmiger offener Turm mit auf Säulen ruhenden Bögen. Darunter windet sich eine Wendeltreppe den Turm hinauf. Wieder zurück in der Calle dei Fabbri findet man auf Nummer 1035 die historische Pasticceria Marchini, wo man hausgemachte venezianische Süssigkeiten und Kekse probieren kann. Weiter in Richtung Rialtobrücke öffnet sich am Ende der Gasse ein kleiner Platz mit dem Teatro Goldoni, ein dem berühmten venezianischen Komödiendichter gewidmetes Schauspielhaus. Man überquert nun den Campo Manin und gelangt auf den Campo Fantin, wo vor dem schrecklichen Brand von 1996 das Teatro La Fenice stand, von dem die Hauptfassade übriggeblieben ist. Das Theater wird zurzeit wieder aufgebaut. Es war für die Stadt Venedig vor allem wegen seiner ausgezeichneten Akustik von grossem Wert und auf der ganzen Welt berühmt. Weiter geht es durch die Calle Larga XXII Marzo mit ihren schönen Geschäften. Die Gasse mündet in den Campo San Moisé mit der gleichnamigen Kirche mit Barockfassade. Links am Platz befindet sich das Geschäft Ma.Re., eine Kunstgalerie mit Glasobjekten bekannter Designer. Zum nächsten Ziel des Spaziergangs muss man wiederzurück gehen und erreicht den Platz mit der Chiesa di Santa Maria del Giglio. Das Bauwerk stammt aus dem 17. Jahrhundert und stellt ein weiteres Beispiel für den venezianischen Barock dar. Im Inneren wird das einzige venezianische Bild des flämischen Malers Peter Paul Rubens aufbewahrt: die Madonna mit Kind und kleinem Hl. Johannes. Nicht weit entfernt von hier liegt der Campo di Santo Stefano mit der gleichnamigen Kirche, in der berühmte Werke Tintorettos zu bewundern sind: „Letztes Abendmahl", „Fusswaschung" und „Jesus auf dem Ölberg". Ein kurzer Abstecher in die Calle de le Botteghe führt zum originellen Antiquitätenladen Antiquus mit Bildern, Silbergegenständen und altem Schmuck.
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Ponte dell'Accademia

Gallerie dell'Accademia

Ca' Rezzonico

 
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Zweiter Tag
Venedig: Klassische Route

Nachmittag
Der Spaziergang führt zunächst zur Ponte dell'Accademia, die das Viertel San Marco mit dem Viertel Dorsoduro verbindet. Von hier hat man einen wunderschönen Ausblick auf den Canal Grande, der sich bis zum San-Marco-Becken über die Chiesa della Salute hinaus erstreckt. Auf der anderen Seite des Kanals liegen die Gallerie dell'Accademia, nach denen die Brücke benannt ist. Es folgt ein Besuch der Galerien, in denen eine Gemäldesammlung zu bewundern ist, die einen vollständigen Überblick über die Entwicklung der venezianischen Malerei vom 14. bis zum 18. Jahrhundert vermittelt. Darunter sind Meisterwerke von Paolo Veneziano (Krönung der Jungfrau Maria) oder Tizian (Pietà und Aufopferung Mariä im Tempel). Der Weg führt nun weiter entlang des Rio Terà Foscarini bis zu den Zattere, einer Anlegestelle für die Waren transportierende Schiffe. Von dieser Stelle hat man einen schönen Ausblick auf die Insel Giudecca auf der anderen Seite des breiten gleichnamigen Kanals. Geht man weiter in Richtung Osten, kommt man zur imposanten Kirche Santa Maria della Salute, oder man geht Richtung Westen zur Kirche San Sebastiano. Diese Kirche stammt aus dem 15. Jahrhundert und beherbergt einen aussergewöhnlichen Bilderzyklus von Paolo Veronese, der hier begraben liegt, sowie einige Werke von Tizian und Tintoretto. Durch die Calle Lungo San Barnaba gelangt man zur Ca' Rezzonico, die seit 1936 das Museum für die Kunst des venezianischen 18. Jahrhunderts beherbergt. Man kann den prächtigen Ballsaal im ersten Stock besichtigen, den man über eine grosse Treppe erreicht, und die herrliche Ausstattung aus der damaligen Zeit, die Glaslampenschirme aus Murano und den Gobelinsaal bestaunen. Der Weg führt weiter in Richtung Campo San Rocco. In der Calle Tintoretto befindet sich die Schule von San Rocco, die, wie auch die übrigen grossen Schulen Venedigs, junge Menschen in der Kunst unterrichtete, die sie ausüben wollten. Weiter geht es zum Campo dei Frari mit der grossartigen Chiesa dei Frari, einem strahlenden Beispiel für venezianische Architektur in der Gotik. Im Inneren befinden sich Werke von Tizian: das Altarbild der „Assunta" und das Pesaro-Altarbild.
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Blick auf den Lido – Apt Venezia

 
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Zweiter Tag
Venedig: Klassische Route

Abend
Im Viertel San Polo befindet sich versteckt zwischen kleinen Gassen und Brücken eines der traditionellsten Restaurants Venedigs: Le antiche carampane, das sich die Liebhaber von Fischgerichten auf keinen Fall entgehen lassen sollten. Nach dem Abendessen kann man zum Lido di Venezia fahren und dort einen Spaziergang machen. Von hier aus eröffnet sich dem Betrachter ein zauberhaftes Panorama über das San-Marco-Becken, das von den Lichtern der Nacht hell erleuchtet wird.
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 Venedig

San Polo

Casa Goldoni

Casa Goldoni

 
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Klassische Route
Dritter Tag

Vormittag
Man nimmt die Stadtbesichtigung am Campo San Polo wieder auf. Der Platz ist neben dem Markusplatz der zweite freiliegende Platz, um den herum sich alte Palazzi aus dem 15. Jahrhundert im venezianisch-gotischen Stil reihen. Beim Durchqueren der Salizada San Polo sieht man links den Campanile aus dem 14. Jahrhundert, dessen unterer Teil durch zwei Löwen geschmückt wird, und rechts die Chiesa di San Polo, in der der wunderbare Kreuzwegszyklus von Tiepolo zu sehen ist. Nicht weit von hier befindet sich eine exklusive Stoffwerkstatt, Cenerentola, wo auch Antiquitäten gekauft werden können. Nach dem Überqueren der Ponte San Polo kommt man in die Calle dei Saoneri e dei Nobili mit der Casa di Goldoni. Das Gebäude hat eine elegante Fassade und einen erst kürzlich renovierten Innenhof und beherbergt das Museum zum Werk des venezianischen Komödiendichters. Nicht weit von hier entfernt liegt die Enoteca Al Bacco Felice, ein gemütliches Lokal, wo man ausgezeichnete Weine und leckere Cicheti verkosten kann. Ein Spaziergang durch die engen Gassen der Stadt vorbei an zahlreichen Kanälen und über unzählige Brücken ist wie ein Spaziergang in einem ausgeklügelten Labyrinth, in dem ein Weg dem anderen zu gleichen scheint. Dies liegt auch daran, dass die Architektur der Gebäude ziemlich einheitlich ist. An Stellen, an denen man es sich am wenigsten erwartet, öffnen sich grössere und kleinere Plätze mit majestätischen Kirchen, oder man steht plötzlich direkt am grossartigen Canal Grande. Um sich eine Vorstellung von der Schönheit dieses Hauptwasserweges der Stadt machen zu können, geht man am besten zur Rialtobrücke, der berühmtesten am Kanal. Der Spaziergang führt weiter über die Ruga Ravano zum Rialtomarkt mit der Fischhalle, einer eleganten, der Gotik nachempfundenen Säulenhalle, die man auch vom Canal Grande aus sehr gut sehen kann, und zur Erbaria. Dieses sehr lebendige Stadtviertel war in der Vergangenheit das Viertel der Händler und ihrer Geschäfte. Heute wird es von den Touristen in Beschlag genommen. Eine typische Strasse ist die Ruga degli Orefici, die voller Verkaufsstände ist und in der sich auch zahlreiche Goldschmiedewerkstätten angesiedelt haben. Links öffnet sich der kleine Campo di San Giacomo di Rialto mit der gleichnamigen Kirche und der charakteristischen Sonnenuhr an der Hauptfassade.
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Palazzo Camerlenghi

Palazzo Mocenigo

Ca' Pesaro

 
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Dritter Tag
Venedig: Klassische Route

Nachmittag
Um die Rialtobrücke in ihrer ganzen Schönheit sehen zu können, sollte man sich ihr auf dem Canal Grande mit dem Vaporetto oder, romantischer, mit der Gondel nähern. Nach der Biegung, die der Kanal auf der Höhe der Fabbriche Nuove macht, taucht das Bauwerk allmählich hinter dem Palazzo Camerlenghi auf, wenn man vom Bahnhof Santa Lucia kommt. Wenn man hingegen zu Fuss unterwegs ist, kann man die Brücke sehr gut von dem kleinen Platz vor dem Palazzo Camerlenghi betrachten, einem Bau aus weissem Stein, der in früheren Zeiten Sitz der Finanzbehörden des Staates war. Man betritt nun die Brücke. Von ihrem höchsten Punkt aus hat man einen der zauberhaftesten und typischsten Ausblicke ganz Venedigs: vor dem Auge liegt die breite Wasserstrasse des Canal Grande mit den grossartigen, herrschaftlichen Palazzi und dem Defilee der Gondeln, die sich mit der Bewegung der Wellen am Kanal dahinschlängeln. Nun geht man wieder zurück und geht weiter zum Palazzo Mocenigo, einem alten Patrizierhaus, in dem sich heute das Museo del Tessuto e del Costume befindet, und zur Ca' Pesaro, einem beispielhaften, prächtigen venezianischen Barockpalazzo und Sitz des Museums Moderner Kunst. Vom Ufer des Canal Grande sieht man auf der anderen Seite die elegante Silhouette der Ca' D'Oro im venezianisch-gotischen Ornamentstil, der bedeutende Kunstwerke, wie zum Beispiel den Hl. Sebastian von Mantegna beherbergt. Über die Salizada di San Stae erreicht man die nahegelegene Chiesa di San Stae mit ihrer direkt am Canal Grande gelegenen Fassade aus dem 17. Jahrhundert. Eine weitere bemerkenswerte Kirche in diesem Viertel ist San Giacomo all'Orio, eine der ältesten Kirchen Venedigs aus dem 9. Jahrhundert. Das heutige Bauwerk ist Ergebnis eines Umbaus im 13. Jahrhundert. Es lohnt sich hineinzugehen, vor allem um nicht in der neuen Sakristei eine wunderbare Gemäldegalerie und die von Paolo Veronese bemalte Decke zu versäumen. Der Weg führt nun weiter in Richtung Bahnhof, vorbei an der Chiesa di San Simone, die mit ihrer grossen Kuppel und dem mittleren Tympanon an die Silhouette des Pantheons erinnert, und am Ponte degli Scalzi.
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Seufzerbrücke

 
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Dritter Tag
Venedig: Klassische Route

Abend
Nun kann man mit dem Vaporetto in die Altstadt zurückfahren und bei Antico Martini zu Abend essen. Dies ist eines der renommiertesten und gefragtesten Restaurants in Venedig, das seine Gäste mit typischen traditionellen Gerichten der regionalen Wein- und Speisenlandschaft verwöhnt. Nach dem Abendessen lohnt sich ein Spaziergang zur Riva degli Schiavoni, an der einige der elegantesten Hotels der Stadt liegen, eine Besichtigung der Seufzerbrücke und des herrlichen Panoramas über die Lagune bei Nacht.
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